Die Freiheit lebt

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Die einzigen gefährlichen Angriffe auf das Bankgeheimnis in der Welt sind jene, die global koordiniert sind.

 

Solange aber etwa Hongkong mit China im Hintergrund Widerstand leistet, hält das Bankgeheimnis – und es hält, wie wir sehen.

 

Nachdem die Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg nachgegeben haben, wandert das Geld einfach ab. Es war halt leichter, Druck auf die Schweiz auszuüben als auf Hongkong. Hinzu trat die europäische Feigheit vor der kommenden Großmacht.

 

Klar, die kleinen europäischen Steuerhinterzieher haben kein Bankgeheimnis mehr. Der Rentner mit Geld auf einer Bank in Luxemburg oder in der Schweiz geht nicht nach Hongkong oder Panamá. Die reiche Familie kann es sich aber leisten und verlagert das Geld. Die Mafia übrigens auch.

 

Die Abschaffung der europäischen Steuerparadiese hat sich demnach als undemokratisch erwiesen. Was die sog. westlichen Demokratien angerichtet haben, war insoweit ein Verrat an den Idealen der freiheitlichen Gesellschaft. Hinzu kommt bei der Betrachtung dieser Scheinheiligkeit, daß die größte Steueroase der Welt, die USA, selbst mit ihren Steuerparadiesen Delaware und Florida – und wie vor allem auch China mit Hong Kong – blütenweiß von der OECD gelistet worden sind. Also nutzen wir die Scheinheiligkeit, diese Staaten haben es nicht besser verdient.

  • Man muss seine Prinzipien hochhalten.
  • Es sind die Prinzipien der Freiheit.
  • Und gleichzeitig muß man auf Bündnispartner wie Hong Kong zurückgreifen.
  • Es ist paradox, dass ein kommunistischer Staat wie China zwischenzeitlich den Schlüssel für das Bankgeheimnis in Händen hält.

Es geht nicht nur darum, sein persönliches Bankgeheimnis zu bewahren. Es geht auch um Solidarität im Kampf um das Bankgeheimnis.

Hong Kong, Singapur und Panamá sollen sehen, daß es sich lohnt, das Bankgeheimnis zu wahren.

Diese Oasen der Freiheit verdienen es, daß wir Vermögenswerte dort hin verlagern.

Zu allem Überfluß sind die Vermögenswerte bei den dortigen Banken auch sicherer behütet als in Ländern mit Banken, die sich kaputt gezockt haben und am Tropf der hoffnungslos überschuldeten Staaten hängen.

 

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Natürlich ist der Hong Kong Dollar sicherer als Dollar und Euro. Aber niemand ist gehindert, in Hong Kong sein Geld auch weiter in den vertrauten, wenn auch gefährdeten Währungen zu halten.

 

Überdies gewinnt Hong Kong als Goldhandels- und Goldlagerplatz an Bedeutung und schickt sich an, London in ein Tal der Tränen zu schicken.

 

In Panamá ist die Ein- und Ausfuhr an Gold zoll- und steuerfrei. Es gibt sichere und versicherte Schließfächer.

Das panamaische Stiftungsrecht ist das beste der Welt und dem Liechtensteins deutlich überlegen. Die Stiftung aus Panamá kann

 

  • anonym Gold im Schließfach in Panamá,
  • und gleichzeitig Vermögenswerte bei der Bank in Hong Kong im Namen dieser Stiftung halten.

Kann es schlimmer kommen für den bedauernswerten Steuerfahnder, der neben spanisch auch noch mandarin lernen muß?

Wir bekommen Geld vom Bankkonto in Deutschland – oder von wo in Europa auch immer – nach Hong Kong, Singapur, Labuan (Malaysia) oder Panamá, ohne daß die alte Hausbank, von der das Geld kam, die Chance hat festzustellen, wo das Geld schlußendlich hinfließt. 

Damit haben wir gleichzeitig dem Fiskalstaat die Scheuklappe angelegt.

So viel Freiheit muß sein.


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