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Die Karibik als Steuerparadies ist tot. Wo im Ergebnis Briten, US-Amerikaner, Franzosen oder Holländer das Sagen haben, ist „Diskretion“ ein Fremdwort – jedenfalls für den „normalen Vermögenden“. Die Briefkastenbanken dort waren stets ein Sicherheitsrisiko – siehe „Stanford“ und zuletzt die Versicherungsgesellschaft „British American Insurance“.

Lateinamerikanisches Vermögen suchte aufgrund der Kenntnisse der tatsächlichen Gegebenheiten in der Region stets die Eingangstür nach Panamá. Eine Bankenkrise gab es dort nicht aufgrund der normalen konservativen Geschäftsgepflogenheiten am Finanzplatz Panamá, wo es ausschließlich reale Banken gibt, die man zu normalen Bürozeiten – ausnahmslos – auch wirklich betreten kann; man muß in keinen Briefkasten krabbeln. Das panamaische Bankgeheimnis ist extrem streng und gilt auch für die Bankenaufsicht. Die von ihrer Steuerbehörde „IRS“ geplagten US-Amerikaner schätzen an Panamá die Möglichkeit, anonym Immobilienwerte halten zu können. Ebenso schätzen sie, anonym in Panamá Edelmetall erwerben und sicher lagern zu können, wie die weitere Möglichkeit, ihr Geldvermögen nicht von Banken, sondern von Brokern in Panamá anonym und steuerfrei verwalten zu lassen.

Hongkong und Singapur

Investoren aus dem Asiatisch-Pazifischen Raum investieren ihr Geld am liebsten nah an der Heimat. Rund 0,57 Billionen Dollar legten Vermögende aus China, Japan und Co. in Hongkong und Singapur an. Zum Vergleich: Investoren aus den USA und Europa scheuten die beiden asiatischen Finanzmärkte eher (0,05 Billionen bzw. 0,09 Billionen Dollar).

Nun ist man auch schlecht beraten, etwa von einer Schweizer Großbank aus sein Vermögen nach Hong Kong oder Singapur verschieben zu lassen. Es ist eine Frage der Zeit, wann eine auf das Abkommen von Schengen gestützte – von deutschen Fahndern begleitete – Hausdurchsuchung bei UBS, CS und Co. die „asiatische Geldverschiebung“ auffliegen läßt.

Nach Hong Kong oder Singapur muß man selbst hin.

Es sie denn, man nutzt Panamá als Plattform, dessen Gesellschaften und Stiftungen in Hong Kong Konten halten können. Mit Singapur ist Panamá sogar durch ein Freihandelsabkommen verbunden. Im Rahmen der „Multi-Flag-Strategy“ (MFS) lassen sich lateinamerikanische und asiatische Möglichkeiten effizient und im Ergebnis undurchschaubar zu einem kunstvollen Gewebe flechten.

Die Anreise nach Hong Kong zur Begründung eines Bankkontos ist für Kunden der Internetkanzlei nicht notwendig. Wir empfehlen unseren Kunden zwar, sich vor Ort ein Bild zu machen. Das kann aber zu einem anderen Zeitpunkt jederzeit nachgeholt werden – oder auch nicht.

Ferner liefen …

In anderen Ländern wie Liechtenstein wurden im vergangenen Jahr eine halbe Billion Dollar investiert. Der größte Anteil der Anleger stammt aus Europa (0,24 Billionen Dollar) und dem Mittleren Osten und Afrika (0,23 Billionen Dollar).

Die Flucht von Vermögen aus Liechtenstein heraus ist bekannt. 

Bankgeheimnis weltweit?

Hierzu schweigt das Handelsblatt. Wir nicht.

Wir haben auf unserer Seite (siehe linke Spalte) das Thema „2. Staatsbürgerschaft“ nicht umsonst aufgegriffen. Man agiert dann bei Banken nicht mehr als Bürger seines eigentlichen Heimatstaates, sondern als Bürger eines völlig anderen Landes, und wird vom Austausch von Informationen aufgrund Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) nicht mehr erfaßt. Benötigt wird ein Zweitpaß, mit dem man weitgehend visafrei reisen kann. Ferner muß der Zweitpaß aus einem Land stammen, in dem das territoriale Besteuerungsrecht gilt, d.h. in dem Einnahmen, die außerhalb dieses Landes erzielt werden, nicht besteuert werden.

Wir haben die Lösung.

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