08. bis 10. Januar

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Deutschsprachige Nachrichten aus Panamá

„Lonely Planet“ empfiehlt „Tropenparadies Kuna Yala“

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Der wichtigste Reiseführer für Individualtouristen, der "Lonely Planet", hat in seinem Ranking der „Top Ten“ der „Tropenparadiese“ die panamaische „Kuna Yala“ Region aufgenommen. Konkret wird das Gebiet der Kuna Indios an dritter Stelle geführt. Platz 1 hält Atiu in den Cook Islands, Platz 2 Rangiroa in Französisch Polynesien, das zweitgrößte Korallenatoll der Welt.

Der Reiseführer hebt in Panamá bei den Kunas den Palmenwald und die herrlichen Strände heraus. Nichts wird verschandelt von großen Hotelanlagen, alles wird von den Indios betrieben in überschaubarer Größe.

Es handelt sich um ein Tourismusziel, das man nicht versäumen sollte.

Darüberhinaus hat die „Bibel für Individualreisende“ Panamá als Land insgesamt für das Jahr 2011 aufgenommen in seine 10 am meisten empfohlenen Tourismusziele.

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Seit 2006 veröffentlicht der Verlag jährlich einen Ratgeber in englischer Sprache für die kommende Reisesaison unter dem Titel "Best in Travel". Dafür wird aus Umfragen unter den Autoren und Mitarbeitern ermittelt, welche Ziele sich in den kommenden Monaten besonders lohnen könnten. Wesentliche Kriterien sind unter anderem aktuelle Entwicklungen, ungewöhnliche Erlebnisse und ein guter Gegenwert fürs Geld.

Konkret wird Panamá an vierter Stelle geführt. Überraschend auf den ersten Blick wird als Spitzenreiter Albanien geführt. Albanien wird gelobt für seine einsamen Strände, kulturellen Stätten und hervorragende Küche. Für die Autoren ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Albanien durch den Massentourismus einiges von seinem ursprünglichen Charme verliert. Deshalb raten sie, dort 2011 hinzureisen.

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Besonders als lohnendes Besuchsziel werden aufgeführt die Altstadt von Panamá (Casco Antiguo), das Darién mit seiner Artenvielfalt im tropischen Urwald und das künftige „Biomuseo“ in Amador.

Empfohlen wird aber auch ein Besuch der Comarca Kuna Yala im Zusammenhang mit dem Darién. Da liegt auch das San Blas Archipel.

Dem schweizerischen Reiseportal „20 Minuten Online“ ist das neue Ranking Panamás durchaus eine Meldung wert: „Sowohl Flugverbindungen nach Panama als auch die Hotelkapazitäten im Land wurden über die letzten Jahre laufend ausgebaut, sodass Panama mittlerweile ein attraktives Reiseziel ist. Am Nabel Amerikas kommen Partyhungrige genauso auf ihre Kosten wie Entspannungsbedürftige. Im Grossstadt-Dschungel von Panama City werden Schnäppchenjäger fündig – im Urwald alle, die lieber Fotos von seltenen Tieren und Pflanzen schiessen.“

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Darüberhinaus kneifen sich deutschsprachige Journalisten offensichtlich lieber einen bestimmten Körperteil bis zum Auftreten von Hämorrhoiden zusammen, bevor sie etwas Positives über Panamá berichten. So auch der „Spiegel“ in seiner Neujahrsausgabe. Das Blatt berichtet, daß in dem Nebenranking des Lonely Planet – sozusagen Reiseziele für Hartz IV Empfänger – Bangladesch vor Nicaragua führt – „eines der wenigen Ziele in Mittelamerika, das in den vergangenen Jahren noch nicht erheblich teurer geworden ist“ – , Panamá und sein Ranking in der Hauptkategorie wird mit totalem Schweigen übergangen. Man sieht das Land dann aber immerhin in der Haupttabelle selbst auf Rang vier und hinter Brasilien und den Kapverden und drei Plätze vor Italien.

Den „Lonely Planet“ gibt es seit 1972. Jedes Jahr kommen ca. 500 neue bzw. aktualisierte Reiseführer in 8 Sprachen auf den Markt. Der Autor dieser Zeilen weiß den „Lonely Planet“ selbst sehr zu schätzen.

Montag Feiertag

Da der Feiertag für die Märtyrer des Aufstandes gegen die USA seinerzeit auf den kommenden Sonntag fällt, aber kein Arbeitnehmer um seinen Feiertag betrogen werden soll, ist Montag offiziell Feiertag.

Wir erscheinen wieder am Dienstag.

a  k  t  u  e  l  l  :  Trinkwasserkrise und Verschmutzungsindex

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Die Verschmutzung des für die Trinkwasserversorgung der Hauptstadt wichtigen Lago Alajuela geht zurück, wird von offizieller Seite berichtet.

Die Information stimmt. Der entsprechende Index der Verschmutzung, gemessen in sog. „nephelometrischen Einheiten“, liegt aktuell besser bei nur noch 174. Aber:

Ein guter Wert für die Qualität des Trinkwassers liegt unter 5 dieser Einheiten. Da ist man demnach noch Welten von entfernt, nach den verheerenden Niederschlägen und den damit einhergehenden Verschmutzung vom 7. Dezember. Andererseits: Der Wert lautete auch schon einmal um die 700.

Die Lage in der Hauptstadt ist unverändert kritisch. Am schlechtesten stehen in der Hauptstadt die höher liegenden Gebiete da, da der Druck nicht ausreicht, daß das Trinkwasser da hinauf kommt.