05. August 2010

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Deutschsprachige Nachrichten aus Panamá

Decameron investiert in Costa Arríba

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Lediglich die noch bestehende Unklarheit hinsichtlich von Grundstückspapieren sind es, die die Hotelgruppe „Decameron“ hindern, seine Investitionen an der Costa Arríba (Provinz Colón) zu starten.

Direktoriumsassessor Jorge Loaiza versichert jedoch, man stünde „Gewehr bei Fuß“. 

Man weiß, daß die Interessen des Decameron sich erstrecken auf das Gebiet zwischen Portobelo und der Isla Grande. Dort suche man geeignetes Gelände, wird von Jorge Loaiza zugegeben. Was man schließlich konkret mache, hänge von den Gegebenheiten des gewählten Geländes ab.

Portobelo bis Isla Grande (La Guaira), ein Stück Karibik, das vermehrt in den Blickpunkt rückt.

Wohnraummangel

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In den Provinzen Chiriquí, Colón und Panamá gibt es den größten Mangel an Wohnraum für die Bevölkerung. Das erklärte nun der Vizeminister für den Viviendabau, Jaime Ford.

Insgesamt fehlte es in den drei Provinzen an 125.000 Viviendas. Allein in Chiriquí betrage das Defizit an Viviendas 17.000 Einheiten und damit 1.000 Einheiten mehr, als noch vor einem Jahr.

Jaime Ford wies darauf hin, daß es ein Regierungsprogramm gäbe für Familien mit einem Monatseinkommen von unter USD 850,00, die normalerweise nicht in den Genuß des Erwerbs von Eigentumserwerbs an Viviendas kommen könnten, weil insoweit die finanziellen Voraussetzungen fehlten. Für diese stünde neuerdings eine Sonder Bonuszahlung von USD 5.000,00 zur Verfügung.

Der „Consejo Económico Nacional“ hätte nun einen entsprechenden Fonds genehmigt  über USD 8 Millionen, um der Wohnungsnot entgegenzuwirken. Seinem Ministerium (Mivi)   stünde nun das Mittel der Sonderkredite zur Verfügung. 

Jaime Ford wies darauf hin, daß in diesem Jahr Finanzinstrumente und Programme zur Verfügung stünden, um der Wohnraumknappheit zu begegnen. Man wird ein Programm neu aktivieren, das Arbeitern monatliche zweckgebundene Zuwendungen gewährt. 

Vom bloßen Besitz zum Grundstückstitel

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Die gängigen auf dem Immobilienmarkt gehandelten Grundstücke sind tituliertes Eigentum in Panamá.

Das darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß es noch immer viele bloße „Besitzrechte“ gibt, die auch noch oft umstritten sind. 40% des Territoriums Panamás ist nicht tituliert.

Vergangenes Jahr wurde ein Gesetz geschaffen, wie und mit welchen Kosten Besitz am Grundstück in tituliertes Eigentum umgewandelt werden kann. Es war eine Tabelle geschaffen worden mit 3 Hauptzonen: Inseln, Pazifikküste und Atlantikküste.

In der ersten Zone schwankten die Preise pro Hektar zwischen USD 1.000,00 und USD 700.000. An der Pazifikküste, etwa zwischen Gorgona und San Carlos, kostete die Titulierung von mehr als 30 Hektar bis zu USD 350.000/Hektar. An der Atlantikküste betrug der Höchstpreis von der Playa Langosta bis Palenque USD 85.000. 

Da stehen nun also nochmals Veränderungen an.  Die Zoneneinteilung könnte wieder verschwinden, es wird zu neuen Preisen kommen. Und wie es aussieht, wird alles deutlich billiger werden. Zunächst aber streitet man um die Kompetenz, welches Ministerium den neuen Gesetzentwurf dem Parlament zuzuleiten hat.

Etwa 7.000 Anträge auf Überführung von Besitzrechten in tituliertes Eigentum liegen derzeit den Ämtern vor.