Euro um 80% gefallen – gegenüber Gold

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Nimmt man Gold als Referenz für die Preisentwicklung des Euros, dann fällt der Kaufkraftverlust dieser Gemeinschaftswährung dramatisch aus – es sind 80%.

„Gold ist Geld. Alles andere ist Kredit.“

So äussert sich der amerikanische Bankier John Pierpoint Morgan.

Bernhard Matthes, Portfoliomanager der Bank für Kirche und Caritas (BKC), ist ebenfalls dieser Auffassung.

Gold im Anlageportfolio sei insbesondere jetzt unverzichtbar.

„Heute bringt der von den Notenbanken ausgelöste Rausch des billigen Geldes den Außenwert des Euros unter Druck und verwässert den inneren Wert unserer Währung über willkürliche Geldmengenausweitung“,

sagt er.

In Zeiten, in denen die Wirksamkeit der Geldpolitik ernste Zweifel hervorruft, gewinnen alte Referenzwerte wie das Gold an Überzeugungskraft. Der Preis für die Feinunze hat seit Jahresanfang 2019 um 17% zugelegt. In Euro berechnet hat Gold Anfang September sogar ein Allzeithoch erreicht. Als sicherer Hafen in Zeiten einer sich abzeichnenden weltweiten Finanzkrise gewinnt Gold zunehmend an Bedeutung.

„Eine Goldquote dient als Selbstverteidigungsinstrument gegen staatliche Willkür und gegen finanzielle Repression“,

führt Matthes aus.

Warum Gold zum Substanzerhalt, zur

„risikofreien Wertaufbewahrung ohne Gegenparteirisiko“,

so geeignet ist, belegt Matthes mit Zeitreihen.
Seit der Einführung des Euros im Jahr 1999 hat die Gemeinschaftswährung mehr als 80% an Wert verloren. Bekam man am 4. Januar 1999 noch für einen Euro fast 128 Milligramm Gold, sind es jetzt nur noch 23 Milligramm. Fast genauso deutlich fällt der Vergleich in Dollar aus.

Preisvergleiche
  • Nehmen wir den Vergleich mit realen Gütern wie zum Beispiel Brot.
    Matthes führt den babylonischen König Nebukadnezar II. an, der zwischen 605 und 562 vor Christus den Gegenwert einer Feinunze Gold mit 350 Laib Brot verfügt hatte. Bei einem aktuellen Preis je Feinunze Gold von Euro 1.340 müsste das Kilo Brot rund Euro 3,80 kosten, um 350 Laibe zu bekommen. Wer sein Brot beim Bäcker kauft, kennt dieses Preisniveau. Für Matthes liegt das Verhältnis erstaunlich nahe an dem vor über 2500 Jahren gängigen Wert.
  • Nehmen wir den Preis für Bahnfahrkarten: Mussten im Jahr 1906 für die Zugfahrt von Coswig nach Leipzig 5,80 Mark oder umgerechnet 2,08 Gramm Gold gezahlt werden, sind es heute Euro 48 oder 1,1 Gramm Gold.
  • Auch die Preisentwicklung des Münchner Oktoberfestes verliert, in Gold gemessen, an Schrecken. Im Jahr 1906 kostete die Maß Bier 0,38 Mark oder 0,14 Gramm Gold, auf dem vergangenen Oktoberfest mussten durchschnittlich Euro 11,50 gezahlt werden. In Gold sind es 0,26 Gramm, nicht einmal doppelt so viel wie für die Maß vor 113 Jahren.

 

„Gold blickt auf einen historisch konkurrenzlosen Leistungsnachweis als kaufkrafterhaltendes Element zurück“,

sagt Matthes.

Akzeptanz und Vertrauen in die Zahlungsfunktion des Metalls haben

  • Währungsreformen,
  • Kriege,
  • Pest,
  • Hungersnöte,
  • Zerstörung,
  • Regimewechsel

 

überstanden.

Das Vertrauen in Gold wird auch einen sich andeutenden Zusammenbruch des aktuellen Währungssystems bis hin zu einem Systemcrash belohnen durch die Wahrung des Vermögenswertes in seiner Kernsubstanz.
Historische Preisdaten lassen den Schluss zu, dass sich der Gegenwert vieler Waren über die Jahrhunderte hinweg in einem vergleichbaren Korridor gegenüber Gold bewegt haben müssen.

Matthes hat eine bemerkenswert hohe Preiskonstanz bei Waren wie zum Beispiel Getreide, Bier, Kleidung, Brennholz oder Fleisch beobachtet.

Gold hilft nur dann nichts, wenn man keines hat.

Wie legt man intelligent in Gold an?

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