Schweiz erklärt Bitcoin zum Sieger

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Die Schweizer Finanzzeitschrift „FinNews.ch“ gehört zu den ganz wichtigen Publikationen dieser Branche. Was dort niedergeschrieben wird, findet Beachtung.

Am 23. November wurde dort eine grundsätzliche allgemeine Darstellung zum „Thema Bitcoin“ publiziert . Publiziert wurde diese nicht von einem einzelnen Autor, es handelt sich um die

Publizierung der Redaktion als solcher.

Grundsätzlicher in seiner Bedeutung für diese Finanzzeitschrift kann ein Beitrag nicht sein. Die Redaktion als solche steht hinter dieser Ausführung in ihrer Gesamtheit!

Es wird immer klarer:

  1. Der Mainstream wendet sich dem Bitcoin zu.
  2. Die neue Währung hat den Durchbruch geschafft.
  3. Das althergebrachte Bankensystem ist der große Verlierer.

 

Aufgrund der Bedeutung dieser Darstellung geben wir sie an dieser Stelle an unsere Leser komplett weiter.

 

„Das Lager der traditionellen Banken hat dem Bitcoin einen raschen Untergang prophezeit. Doch die Kryptowährung ist kein kurzlebiges Phänomen, sondern hier, um zu bleiben. Das sind die Gründe.

1. Ein Frage des Misstrauens

Dies mag wohl der wichtigste Grund für die feste Etablierung des Bitcoin (und weiterer Kryptowährungen) sein: Das Misstrauen in das gegenwärtige Finanz- und Währungssystem. Die Politik der Notenbanken mit ihrer unheimlichen Ausweitung der Geldmenge mag zwar eine globale Wirtschaftsdepression verhindert haben. Es gelang ihr, wie auch der Finanzbranche, aber nicht, das nach der Finanzkrise erschütterte Vertrauen in das Banken- und Finanzsystem wiederherzustellen.
Bitcoin ist ein Produkt dieses Misstrauens. Den Mängeln bei Sicherheit, Transaktionsgeschwindigkeit und Design zum Trotz geniesst die Kryptowährung eine steigende Popularität und baut mit ihrem zunehmenden Erfolg die Misstrauenshürden ab. Die teilweise lauten Gegenstimmen aus dem Lager der Banken, seien es nun J.P. Morgan-CEO Jamie Dimon oder die Schweizer Grossbanken-Chefs Sergio Ermotti und Tidjane Thiam, welche vor einer Spekulationsblase warnen und im Bitcoin keinen Wert sehen, müssen in diesem Licht betrachtet werden. Aus diesen Stimmen spricht wohl auch das eigene Unbehagen über das herrschende Misstrauen gegenüber den Institutionen, welche sie leiten und vertreten.

2. Nicht mal Hacker können die Preishausse mehr bremsen

Wie sehr diese Beobachtung zutrifft, zeigte sich erst kürzlich: Am (gestrigen) Dienstag wurde bekannt, dass Diebe übers Wochenende Einheiten der Kryptowährung Tether im Gegenwert von knapp 31 Millionen Dollar entwendet hatten. Die jederzeit in Papiergeld wandelbaren Tether spielen eine gewisse Rolle im Handel mit dem viel bekannteren Bitcoin. Deshalb brach der Bitcoin-Kurs auf die Nachricht hin um 500 Dollar ein – nur um gleich wieder anzusteigen.
Das zeigt: Selbst eine turbulente Historie und neuerliche «Hacks» vermögen die Bitcoin-Käufer nicht abzuschrecken. Viel eher nehmen sie jeden Rückschlag als Einstiegschance wahr.

3. Bitcoin wird sexy – auch für gestandene Banker

Es ist noch keine Welle, doch finden sich beinahe täglich Meldungen über Vertreter aus dem traditionellen Banking, welche voll und ganz auf Bitcoin und die Blockchain-Technologie setzen. Die Schweiz hat seit dieser Woche mit Arthur Vayloyan ihr Paradebeispiel: Der frühere Manager bei der Falcon Private Bank und Leiter Private Banking Credit Suisse Schweiz ist per sofort CEO des grössten Schweizer Kryptowährungsbrokers und -dienstleisters Bitcoin Suisse.
Man darf sich sicher sein: Vayloyan vollzieht den Wechsel nicht, um die Spekulationswelle Bitcoin zu reiten, sondern aus Überzeugung über das Zukunftspotenzial von Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie. Das gleiche gilt wohl für den ehemaligen Vontobel-Verwaltungsrat Philipp Cottier, der in der Woche zuvor zur Zuger Crypto Finance gestossen ist. Weitere gestandene Banker werden es Cottier und Vayloyan nachmachen.

4. Die Doppelzüngigkeit der Banken wird offensichtlich

Das Wort Finanzdienstleister sagt es eigentlich schon: Banken müssen ihren Kunden zu Diensten sein. Das sehen allmählich auch so widerspenstige Player wie J.P. Morgan ein. Erst noch hatte Chef Dimon den Bitcoin als hochgefährlich bezeichnet. Jetzt überlegt sich die Bank, ihren Kunden nicht doch Bitcoin-Optionen zugängig zu machen, wie das amerikanische Blatt „Wall Street Journal“ in einem zahlungspflichtigem Artikel berichtete. Das macht die Doppelzüngigkeit der Banken bezüglich der digitalen Devise offensichtlich.
Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse, wo sich die unteren Chargen trotz der Bitcoin-Schmähreden ihrer Chefs sehr für das Kryptothema interessieren.

5. Kryptowährungen werden Teil des Finanzsystems

Bitcoin mag zwar als «Anarcho-Währung» geschaffen worden sein und Vorreiter der Bewegung, wie Bitcoin-Suisse-Gründer Niklas Nikolajsen, kokettieren mit einem Image als «Finanzpirat». Doch bewegen sich Bitcoin, Ether und andere etabliertere Kryptowährungen nicht ausserhalb des Gesetzes. Broker, Handelsplattformen und Krypto-Asset-Manager sind längst in der Realität des regulierten, von politischen Instanzen beaufsichtigten Finanzsystems angekommen.
Ausdruck davon sind die verschiedenen Bemühungen von Krypto-Anbietern, eine Finma-Lizenz zu erhalten. Die Integration von Kryptowährungen in das globale Finanzsystem erfolgt aber auch von der Gegenseite. UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber rief kürzlich die Notenbanker auf, sich gegenüber Kryptowährungen nicht zu verschliessen. Sie würden sonst den Anschluss verlieren. China will offenbar eine eigene Kryptowährung schaffen. Die Schwedische Riksbanken ist mit ihrem Projekt, eine E-Krone einzuführen, schon deutlich weiter. Diese Entwicklungen sprechen insgesamt für den Bitcoin, nicht gegen ihn.

6. Bitcoin finden Eingang ins Anlageuniversum

Dass sich mit Bitcoin Geld verdienen lässt, registrieren mittlerweile auch etablierte Grossbanken. So erwägt ausgerechnet die US-Bank J.P. Morgan, Kunden beim Kauf von Bitcoin-Futures zu unterstützen. Hintergrund ist die Einführung von Future-Kontrakten an der amerikanischen Terminbörse CME. Eine veritable Kehrtwende, im Lichte von Dimons Äusserungen betrachtet.
Ein Stück vom Krypto-Kuchen will sich auch die traditionsreiche britische Hedgefonds-Gruppe Man Group sichern. Demnach plant CEO Luke Ellis, den Bitcoin in das Investment Universum aufzunehmen, sobald Bitcoin-Futures an der CME handelbar werden. Hierzulande ist die Bank Vontobel bereits vor über einem Jahr mit einem Zertifikat auf den Bitcoin-Zug aufgesprungen und hat mit der Cornèr Bank einen Nachahmer gefunden.

7. Immer mehr «bitcoin accepted here»

Täglich steigt die Anzahl der Bitcoin akzeptierenden Unternehmen. So steht der Online-Händler Amazon dem Vernehmen nach bevor, die digitalen Münzen als Zahlungsmittel einzuführen. Bei Microsoft, Dell oder Starbucks ist dies bereits Tatsache. Selbst Immobilien und Staatsbürgerschaften lassen sich damit bezahlen.
Die Schweiz leistete bei der Verwendung von Bitcoin als Zahlungsmittel Pionierarbeit. So hat die Stadt Zug als erste staatliche Behörde überhaupt die Kryptowährung als «Währung» akzeptiert. Auch Währungshüter schmieden Pläne eigene Digitalwährungen zu lancieren – namentlich die chinesische oder indische Notenbank. Verbreitung finden Bitcoin & Co. auch in Ländern, in denen die eigene Währung am Boden ist, wie dies in Venezuela oder Simbabwe der Fall ist.“

 

Soweit der Beitrag der Schweizer Finanzzeitschrift.

Die Redaktion betrachtet den Durchbruch von Bitcoin unter dem Aspekt der immer weiter zunehmenden Akzeptierung durch regulierte Finanzdienstleister.

Da aber immer nur in den konkreten existierenden Jurisdiktionen reguliert werden kann, der Bitcoin selbst dagegen nicht regulierbar ist, weil er als solcher von allen staatlichen Institutionen dieser Welt unabhängig ist, erstellen die Staaten einen „Flickenteppich an Regulierungen“ – quasi ein Mosaik, das aber nie auf den Bereich übergreifen kann, der nicht mehr nationalstaatlichem Einfluss unterliegt.

Hier bewegen wir – die Internetkanzlei – uns mit grosser Freude.

Es sind durch den Bitcoin neue Steueroasen entstanden, die durch kein „automatisiertes globales gegenseitiges Informationsaustauschabkommen“ beeinträchtigt werden können.

Selbst im normalen Finanzsystem können wir noch immer den obrigkeitsstaatlichen Kontroll- und Bevormundungsversuchen ein Schnäppchen schlagen.

In der Welt des Bitcoin geht das noch weit effektiver.

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