Dot-Com-Blase & Bitcoin

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Lässt sich die Dot-Com-Blase Anfang dieses Jahrtausends mit Bitcoin vergleichen?

Durch den Siegeszug des Internets entstanden seinerzeit viele Unternehmen, die sich der innovativen Technologie des Internets bedienten, ohne in Wirklichkeit selbst eine hinreichende Substanz vorweisen zu können.

Also alles wie bei Botcoin?

Das ist etwas zu oberflächlich betrachtet, denn

Bitcoin ist schliesslich überhaupt kein Unternehmen.

  • Bekantlich ist Bitcoin im Gegenteil ein globales dezentrales Währungs- und Wertaufbewahrungssystem, das als solches niemandem gehört.
  • Darüberhinaus hat es seine Funktionsfähigkeit bereits unter Beweis gestellt.

 

Der Vergleich zielt mithin ins Leere.

Eine dezentrale und globale Infrastruktur mit einem klassischen Unternehmen zu vergleichen ist schlicht Unsinn.

Ein Vergleich ist ausschliesslich da denkbar, wo es sich um Unternehmen handelt, die mit der Blockchain arbeiten und ICOs herausgeben. Da kann es zu Blasenbildungen kommen – eben weil Unternehmungen dahinterstecken.

Die aus diesem Unterschied resultierende Wertschöpfung beim Bitcoin kann folgerichtig eine ganz andere Dimension annehmen als die eines einzelnen klassischen Unternehmens.

Nicht die absolute Höhe der gegenwärtigen Bewertung speist die Angst vor einer Blase. Die Geschwindgkeit des Kursanstieges nährt Befürchtungen. Der war in der Tat schwindelerregend.

Nur:

  • Bei einer Blase, die platzt, ist alles weg.
  • Ein zu schneller Kursanstieg hingegen endet nicht in der totalen Vernichtung von allem, sondern führt allenfalls zu vorübergehenden Kurskorrekturen.

 

Dieser Grundunterschied muss rein in die hysterisch herumschreienden und insbesondere -schreibenden Untergangspropheten, bei denen ausserdem oft der Wunsch der Vater des Gedankens ist.

Wir halten fest:

Volatilität Blase !

Solange es immer wieder zu gesunden Kurskorrekturen beim Bitcoin kommt wie etwa vor Weihnachten 2017, ist die geschürte Angst vor einer Bitcoin-Blase ein Hinweis darauf, dass einmal mehr intellektuelle Tiefflieger am Werke sind.

Bitcoin wird weiter so funktionieren: Zwei Schritte nach vorn und ein Schritt zurück.

Die führenden Kryptowährungen werden noch ganz andere Höchstmarken erklimmen.

Man sollte nur nicht alle zehn Minuten sein Krypto-Portfolio checken.

Würde der unvergessene André Kostolany noch leben, würde er genau das heute raten.

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