Die Schimäre der Einlagensicherung

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Wie heisst es so schön:

Die Einlagensicherung ist ein Stabilitätsanker für den gesamten Finanzmarkt.

Banken und Kunden müssen sich auf ihre Funktionsfähigkeit verlassen können.

Der normale Durchschnittsbürger verlässt sich auch darauf.

Ist der Durchschnittsbürger am Ende “Der Verlassene”?

Ein kurzer Blick hinter die Kulissen:

Die Harmonisierung des Einlagensicherungssystem im Euroraum ist als Zwischenschritt auf dem Weg zu einem

gemeinsamen und integrierten Einlagensicherungssystem

zu sehen.

Dieses System soll im Rahmen der Europäischen Bankenunion die bereits existierende erste und zweite Säule

den um die Europäische Zentralbank (EZB) aufgebauten einheitlichen Aufsichtsmechanismus für Banken

und

den in Brüssel angesiedelten einheitlichen Abwicklungsmechanismus

als dritte Säule vervollständigen.

Inssoweit kommt es aktuell zu einer Neuordnung in Österreich, die ein Ausfluss aus der Europäischen Richtlinie über Einlagensicherungssysteme aus dem Jahr 2014 ist.

Durch die Einlagensicherung sind

Kundeneinlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro

  • pro Einleger
  • und pro Bank (nicht pro Konto bei der selben Bank)

 

gesetzlich garantiert.

Im Beispielsfall Osterreichs verfügt das Einlagensicherungs-System über Finanzmittel in Höhe von derzeit lächerlichen rund Euro 670 Millionen.

Erst im Juni 2024 soll der Vollausbau erreicht sein. Unterstellen wir einmal wohlwollend, bis dahin gäbe es noch den Euro und das Finanzsystem sei noch nicht zusammengebrochen.

Dann können wir uns darauf freuen, dass 2024 ein Nano-Teilchen von 0,8% der gedeckten Einlagen der österreichischen Banken vorhanden sind – so dieses Ziel überhaupt erreicht wird. Nach derzeitigem Stand wären das rund Euro 1,7 Milliarden.

Das reicht, solange es um die Rettung einer einzelnen oder einer überschaubaren Anzahl von kleineren Banken geht.

Aber in einer Finanz-Krise?

Die Frage stellen heisst, sie schon beantwortet zu haben.

Wir meinen, es ist sinnvoller darüber nachzudenken,

  1. in welcher Jurisdiktion
  2. und mit welchen verfügbaren Währungen im Rahmen eines Multi-Currency-Bankings

man in einer Krise sein Geld absichert als seine Entscheidung zur Vermögenssicherung von der Frage der Existenz wie der Höhe einer Einlagensicherung abhängig zu machen.

Was nicht heisst, dass es diese ausserhalb der Euro-Raumes nicht manchmal auch gibt, mal wiederum nicht.

Aber was ist sinnvoller?

  • Eine Einlagensicherung in einer Krisenwährung wie dem Euro oder dem Dollar

 

oder

 

  • ein Multi-Currency-Account, im Rahmen dessen man sein Geld in einer sicheren Währung und im Einzelfall auch in Gold aufbewahren kann?

 

Man darf sich schlicht nicht von hohlem Geschwätz des Mainstreams den klaren Blick auf Fakten verstellen lassen.

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