Bitcoin wird epochale Bedeutung erlangen

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1995 wurde erstmals das sog. “Hype-Cycle-Modell” von Gartner veröffentlicht. Es charakterisiert den typischen Verlauf einer neu aufkommenden Technologie

  1. von anfänglichem Benutzer- und Medienenthusiasmus
  2. über eine Zeit der Desillusionierung
  3. bis hin zu einem späteren Verständnis der Relevanz und Rolle der Technologie in einem Markt oder einer Domäne.

Oder anders ausgedrückt:

  • Während der erste Teil der Kurve von triebhaftem Rauschverhalten getrieben wird – vor allem entfacht durch Medien, die weitgehend über die Perspektiven der Technologie spekulieren,
  • wird der zweite Teil in erster Linie von Leistung, Erfolg wie Misserfolg und Akzeptanz bestimmt.

 

Folgen neue Technologien denn wirklich diesen Zyklen?

Für die Entwicklung des Internets seit seinem ersten Aufkommen ist die klare Antwort: J A !

Das “Transmission Control Protocol” und das “Internet Protocol” (TCP/IP) gab es bereits seit 1983. Das sind die eigentlichen technologische Grundlagen des Internets. Diese setzten Standards für die Datenübertragung zwischen mehreren Netzwerken.

  • Es dauerte aber bis 1990, als der Informatiker Tim Berners-Lee das World Wide Web offiziell erfand (Innovation Trigger). Daraus folgte ein von allseitiger Utopie getriebener Überschwang.
  • 1999/2000 folgten erfolgreiche Börsengänge von US-amerikanischen und europäischen Internet-Unternehmen (Peak of Inflated Expectations).
  • Die noch unreife Technologie war gleichwohl nicht die sofortige Wunderwaffe. Viele Unternehmen scheiterten bei dem Versuch, ihre Vorhaben in die Praxis umzusetzen. Das Interesse der Investoren ließ zunehmend nach. Eine massive Marktbereinigung war die Folge. In einem Zeitraum von nur zweieinhalb Jahren sank der Börsenindex Nasdaq Composite um 78%. US-Dollar zwei Billionen gingen an Kapital verloren (Trough of Disilusionment).
  • Am Ende überlebten nur 48% der Internetunternehmen das Platzen der Dotcom-Blase.

 

Nachfolgend war es den heutigen Giganten der Technologiebranche vorbehalten, die Adaption des Internets gegen Mitte der 2000er-Jahre weiter voranzutreiben:

 

  1. Amazon lancierte Amazon Prime,
  2. Apple feierte erste Erfolge mit dem iPod,
  3. Ebay übernahm PayPal und Google und legte einen erfolgreichen Börsengang auf das Parkett (Slope of Enlightment).
  4. Ende 2010 nutzten 29,2% der Weltbevölkerung das Internet. Das Internet hatte sich somit erfolgreich zu einer ausgereiften Technologie entwickelt (Plateau of Profitability).

Das Internet ist zwischenzeitlich ein fester und nicht mehr wegzudenkender Teil unseres Lebens.

Vieles deutet also darauf hin, dass die Blockchain-Technologie wie die Kryptowährungen in die Phase „Trough of Disillusionment“ eingetreten sind. Diese sollte sogar bald durchschritten sein.

Warum?

  1. Dezentralisierung wird sich langfristig durchsetzen.
  2. Die Blockchain tritt in den Status der Marktreife ein.

Unser Wirtschaftssystem tendiert ganz generell dazu, Monopole zu schaffen. Aber seit der Erfindung des Computers werden diese immer wieder durch die Bereitstellung von Open-Source-Software gestürzt. Zumeist geschah dies zu einem Zeitpunkt, an dem die Monopolisten so viel Macht angesammelt hatten, dass Kunden und Geschäftspartner deren Willkür und Selbstbereicherung hilflos ausgesetzt waren:

  1. IBM hatte ein Quasi-Monopol im Personal Computing, welches durch den offenen PC-Standard beendet wurde.
  2. Der offene PC-Standard ermöglichte es Microsoft dann aber, zum de-facto Monopol auf dem Markt für Betriebssysteme aufzusteigen.
  3. Die Entstehung von Open-Source-Betriebssystemen (Linux) und Internet-Protokollen hat dieses Monopol dann wieder zerstört.

Technologieriesen wie Google, Amazon oder Facebook traten auf den Markt. Zusammen kontrollieren diese Unternehmen heutzutage einen Großteil der Datenströme der Welt.

Die Einführung von Open-Source-Software wurde Mittel, Machtstrukturen auf dem Markt neu zu verteilen.

Während Open-Source-Protokolle viel Wert für ihre Nutzer kreieren, konnten sie in der Vergangenheit kaum finanziellen Wert für ihre Entwickler schaffen.

Mit blockchain-basierten Token-Systemen ist dies nun erstmals anders.

In der Zukunft werden große Teile der Weltwirtschaft auf

dezentralen Netzwerken

laufen.

Die Koordination in diesen Netzwerken wird über limitierte Tokens stattfinden.

Das sind vielversprechende Anzeichen von Marktreife.

Bei genauer Betrachtung des Krypto-Marktes sehen wir schon jetzt erstaunlich viele Anzeichen dafür, dass Kryptowährungen, angeführt von Bitcoin, schon bald in die

„Slope of Enlightenment“ Phase

eintreten werden.

1.
Beeindruckende Fundamental-Daten

Wir beobachten eine fortschreitende Adaption beim Bitcoin, die unabhängig vom zu Grunde liegenden Kurswert erfolgt:

  1. Die Entwicklung des Transaktionsvolumens,
  2. die Hash-Rate (die Geschwindigkeit mit der ein Computer eine Operation im Bitcoin-Code durchführt),
  3. die Nodes und ihre Verteilung

sind starke Indikatoren für den Reifeprozess.

Ein im Laufe der Zeit steigendes On-Chain-Transaktionsvolumen sowie ein Anstieg des Anteils hochwertiger Transaktionen, also über USD 1.000 für grenzüberschreitende Zahlungen sind zu beachten.
Mehr Transaktionsvolumen bedeutet höhere Dynamik der Märkte und zunehmende Adaption im Retail-Segment.

Eine stetige Zunahme der Ressourcen, die global in Mining fließen. Diese immer höhere Bereitschaft, Ressourcen und Kapital in das weltweite Mining von Bitcoin zu investieren, unterstreicht den erkannten „Value / Store of Value“ von Bitcoin und den stetigen Fortschritt auf Infrastrukturebene.

Mehr Nodes (Knotenpunkte) führen zu einem immer sicherer werdenden Netzwerk. Dadurch wird die Verteilung von Bitcoin beständig dezentraler.

2.
Regulierungen

Die Regulierungsbehörden einer wachsenden Zahl von Staaten hat erkannt, dass Kryptowährungen schlicht nicht ignoriert werden können. Während einige Jurisdiktionen noch einen abwartenden Ansatz verfolgen und umfassende Rechtsvorschriften vermeiden, haben viele bereits damit begonnen, Rechtsrahmen zu schaffen. Das tut man nicht, wenn man etwas für eine reine “Luftblase” hält.

3.
Vollimplementierungen von Blockchain Projekten

Schlussendlich gehen gegenwärtig große Unternehmen zur vollständigen Umsetzung von Blockchain-Projekten über. Das Weltwirtschaftsforum prognostiziert, dass bis 2025 rund 10% des globalen Bruttoinlandsproduktes (BIP) auf der Blockchain umgesetzt werden.

Globale Führungskräfte schotten sich nicht von dieser seismischen Verschiebung ab, sondern sind vielmehr zwischenzeitlich eine treibende Kraft dahinter.

4.
Institutionelle Anleger

Große Finanzdienstleister arbeiten zwischenzeitlich an bedeutenden Infrastrukturlösungen.

Beispiele:

  1. Fidelity, mit US-Dollar 7,2 Billionen einer der fünf größten Finanzdienstleister der Welt, hat im Oktober 2018 angekündigt, mittels der neu geschaffenen Tochter “Fidelity Digital Asset Services LLC” Kryptowährungsverwahrungs- und Handelsdienstleistungen für Unternehmenskunden anzubieten.
  2. Goldman Sachs arbeitet nach eigenen Angaben “aufgrund von starker Kundennachfrage” an der Schaffung eines Bitcoin Trading Desks.
  3. Bakkt, eine Handels-Plattform, zwischenzeitlich vom globalen Börsenbetreiber ICE (Muttergesellschaft der New Yorker Börse, NYSE) übernommen, soll Anfang 2019 den Handel von Bitcoin Futures starten.
  4. Die Stiftungen der US Elite-Universitäten Harvad, MIT, Stanford und Yale mit Vermögenswerten jeweils im deutlich zweistelligen Millardenbereich, haben kürzlich in Kryptowährungsfonds investiert.
  5. Die Nasdaq kooperiert mit der US Kryptobörse Gemini und stellt dieser seine SMARTS-Technologie zur Verfügung – eines der am weitesten verbreiteten Finanzhandelsüberwachungssysteme überhaupt.
  6. Morgan Stanley, die große US-Investment-Bank, erklärte in ihrem zuletzt veröffentlichten Report Kryptowährungen hochoffiziell zur neuen institutionellen Anlageklasse.

Institutionelle Anleger drängen demnach verstärkt auf den Krypto-Markt. Dies muss Auswirkungen auf die Verbreitung von Kryptowährungen auch bei Privatinvestoren haben.

Das neue Kapital wird ein Treiber für die nächste Wachstumsphase werden. Man frage besser nicht, bis wohin.
Laut einer Umfrage von ING zeigten knapp 100 Millionen Menschen Interesse, in den Krypto-Markt zu investieren. Durch die Bereitstellung einfacher Retail-Produkte durch diverse Institutionen wie die vorbezeichneten wird die Anzahl der Kleinanleger im Krypto-Markt weiter drastisch ansteigen.

Vielleicht sind Kryptowährungen die grosse Chance der jetzigen Generationen, auf verhältnismäßig einfachem Wege zu Reichtum zu gelangen – wobei “Chance” nicht “Gewissheit” bedeutet.

Dass wir in Kryptowährungen – neben Gold – das geeignetste Mittel sehen, in einem für möglich gehaltenem Systemcrash sein Vermögen zu retten, ist unseren Lesern ohnehin bekannt.

Immer bevorzugen wir Investments auf eine Art, die staatliche Überwachungssysteme umgehen. Man wahrt schliesslich nicht seine Vermögenswerte, damit sie später konfisziert werden.

  • Was der Grosse Bruder nicht weiss, macht ihn nicht heiss.
  • Kryptowährungen anonym erwerben – selbst auf der eigenen Wallet offline sichern.

 

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