Vor dem Knockout: USA & Dollar

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Der US-Dollar stellt die Weltleitwährung.
Die USA können sich mithin in dieser Währung folgenlos verschulden, und zwar bis über beide Ohren verschulden. Denn notfalls haben sie die Macht, durch die eigene Notenbankpresse den Wert dieser Währung auszuhöhlen.

Dies nur als Vorabbemerkung.

Betrachten wir die Entwicklung des Netto-Auslandsvermögens der USA. Vergleichen wir die Forderungen der USA insgesamt, also die von Staat, Unternehmen, Banken, private Haushalte mit den Verbindlichkeiten – den Schulden – gegenüber dem Ausland.

Das Ergebnis zum Stichtag 31. Dezember 2014 ergab ein dickes Minus der USA von USD 7.019,7 Milliarden.

Damit sind die USA der größte Netto-Schuldner der Welt.

Was weiter auffällt:

  • Das Ausland besaß 2014 Anleihen des US-Staates, von US-Unternehmen oder von US-Banken in Höhe von USD 10.251,9 Milliarden,
  • während die USA nur ausländische Anleihen Höhe von USD 2.852,8 Milliarden hielten.

 

Allein an US-Staatsanleihen besass das Ausland 2014 Werte von über USD 6.156,2 Milliarden, die gleichzeitig 49,2% der gesamten US-Staatsschulden ausmachten.

Ende des 3. Quartals 2015 lag das Defizit der USA in der Leistungsbilanz bei USD 124,12 Milliarden. Auf das Jahr hochgerechnet sind das USD 496 Milliarden

Das wiederum entspricht 2,8% des US-Bruttoinlandsprodukts.

Das Defizit in der Leistungsbilanz und die hohen Netto-Auslandsschulden von zwischenzeitlich über 7 Billionen Dollar setzen voraus, dass das Vertrauen des Auslandes an die Dollarstärke nicht erschüttert wird. Wer würde noch US-Dollar-
Anleihen kaufen, wenn die Investoren einen Einbruch des Dollars befürchteten würden?

Aus diesem Grund täuschen die USA eine Stärke vor, die sie in Wirklichkeit gar nicht mehr haben.

Trotzdem engagiert sich das Ausland immer weniger in US-Anlagen. Die Kapitalzuflüsse in die USA nehmen ab, das Leistungsbilanzdefizit der USA steigt parallel dazu. Die USA sehen sich daher gezwungen, mit höheren Zinsen zu locken.

Nur wie lange halten die USA die hohen Zinsen aus?

Die Strahlkraft der US-Wirtschaft ist angesichts der gigantischen US-Auslandsverschuldung und der Abhängigkeit der USA vom anhaltenden Zustrom ausländischer Kapitalanlagen von existentieller Bedeutung. Eine neue Rezession kann schnell zum ultimativen Sargnagel für das amerikanische Dollarimperium werden.

Was dann?

Würden Ausländer massiv US-Anleihen aller Art abstoßen, könnte der Fed alles aufkaufen.

  1. Das gesamte Anleihenvolumen der USA (Staatsanleihen, Unternehmensanleihen etc.), beträgt USD 39.576 Milliarden.
  2. Schon gegenwärtig hält der Fed an diesen US-Anleihen einen Anteil von über USD 4.248 Milliarden. Das sind fast 11% aller ausstehenden US-Anleihen.
  3. Ausserdem ist die US-Notenbank derzeit Eigentümer von US-Staatsanleihen im Werte von 2.462 Milliarden US-Dollar, die rund 18% der gesamten US-Staatsschuld ausmachen.

Niemand hindert die US-Notenbank im Falle, dass Ausländer sich in nenneswertem Umfang von US-Anleihen trennen, noch mehr davon selbst aufzukaufen. Das aber würde definitiv zu einem Vertrauensverlust in den Dollar führen und eine weitere Flucht aus dem Dollar raus auslösen.

  • Was bliebe in diesem Fall?
  • Die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen?

 

Wenn das Vertrauen in den Fed und die Kraft der US-Notenbank verfällt, folgt mit hoher Sicherheit der ungebremste Sturz in eine Währungskrise. Das kann blitzschnell passieren. Historische Entwicklungen deuten sich nur langsam an, sie kommen aber dann erfahrungsgemäss stets explosionsartig zu einem urplötzlichen Ausbruch.

In diesem Fall führt dann tatsächlich kein Weg mehr vorbei an Kapitalverkehrskontrollen, an der Medizin der “finanziellen Repression”.

Alles nur Theorie, was wir hier beschreiben?

Nun, die wirtschaftliche Situation der USA ist hochkritisch. Die Presse – nicht nur die deutsche systemunterworfene duckmäuserische Berichterstattung über die Silvesterereignisse, auch die unkritische Übernahme von finanzwirtschaftlichen Propagandameldungen aus den USA – verschweigt die Fakten oder versteckt sie in Ecken, die kaum ein Leser findet:

  1. Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe fiel im Dezember 2015 weiter auf 48,2 (niedrigster Wert seit Juni 2009).
  2. Der am 15.01.2016 für Januar veröffentliche Empire State Index der Industrie im Bundesstaat New York fiel auf -19,37 (tiefster Stand seit März 2009). Die Industrieproduktion lag im November 2015 sogar 1,2% unter dem des Vorjahres.
  3. Der OECD-Frühindikator fiel im November 2015 auf nur noch 99,11 (niedrigster Wert seit Dezember 2009).

 

Wie kann es dann zu einer Zinserhöhung des Fed kommen, wie im Dezember 2015 geschehen?

Extrem gute Frage!

Die Zinsanhebung schadet der Wirtschaft der USA zweifellos.

Eine plausible Erklärung ist, dass die USA glauben, der neuen Konkurrenz aus Russland und insbesondere China damit mehr zu schaden als sich selbst. Dieses Spiel mit dem Feuer kann gewaltig danebengehen.

Aber zunächst einmal läuft die Propagandamaschinerie. Die US- Regierung im Gleichschritt mit der US-Notenbank unternahmen 2015 alles, um der Welt den Bären einer starken US-Wirtschaft aufzubrummen, der eine Normalisierung der Geldpolitik und damit steigende Zinsen vertragen könnte.

In Wirklichkeit aber geht es um die Schwächung der Schwellenländer, womit nicht Länder wie Indien gemeint sind, sondern natürlich Russland und China, aber durchaus auch das im “Vorhof Südamerika” aufmüpfige Brasilien. Man kann das auch als “ökonomischen Krieg” bezeichnen.

Oben haben wir dargelegt, dass die Kapitalzuflüsse in die USA abnehmen, Kapital, das man aber dringend braucht, um seine extreme Verschuldungspolitik rückfinanzieren zu können; das kommt als Motiv dazu, den “Dicken Maxe” vorzugaukeln.

China und Russland, dabei begleitet von Brasilien, sind dabei, eine Art Schwellenländer-Währung losgelöst vom Dollar zu begründen, letztendlich auf der Basis des chinesischen Yuan. 2015 wurden die Strukturen fertiggestellt, 2016 wird die Arbeit innerhalb dieser Strukturen aufgenommen – und alles am Dollar vorbei. Hinzu kommen die Auswirkungen, die die Aufnahme des Yuan in den Korb der Sonderziehungsrechte des IWF zur Folge haben wird. Mit diesem Thema haben wir uns bereits an anderer Stelle ausführlich befasst und bitten darum, alles zum besseren Verständnis des historischen Umbruchs innerhalb dieser Webseite nachzulesen wie folgt:

 

 

Die USA und ihr Dollar sind in der Defensive. Die Politik der USA erinnert an die Situation eines angeschlagenen Boxers, der nach Punkten klar zurückliegt und in der 15. Runde noch den “Lucky Punch” anbringen will.

Zumeist gelingt das nicht. Und auch der Kampf, den wir hier beschreiben, wird wohl keine Wende zugunsten des angeschlagenen Uncle Sam mehr nehmen.

  • China verfügt weiterhin über sehr hohe Währungsreserven und auch das Netto-Auslandsvermögen, bei dem die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland saldiert werden, betrug am 30. September 2015 satte USD 1.539,9 Milliarden.
  • Die USA verzeichneten zur selben Zeit eine Netto-Verschuldung von
    USD 7.269,8 Milliarden.

 

Und China hat die Herausforderung durch die USA angenommen und lässt seine Währung gezielt in diesem Kampf purzeln. Der Yuan hat bis Mitte Januar 2016 schon einmal 6% an Wert gegenüber dem US-Dollar verloren. Das hat fatale Folgen für die USA. Seit dem Hoch im Februar 2012 bei 105,5 fiel der Index für die Preise der US-Importe aus China auf 101,9 bis Ende 2015. Diesem Preiskampf sind die Konkurrenzunternehmen der USA nicht gewachsen. Die Probleme der angeschlagenen US-Industrie wachsen demnach weiter.

Russland leidet zwar unter der Leitzinserhöhung der USA. Die russischen Wirtschaftsdaten verschlechterten sich im Dezember 2015. Der Rubel notierte Mitte Januar 2016 bei rund 77,76 zum US-Dollar und damit nur noch knapp unter dem Rekordtief von 79,17 Rubel je Dollar am 16. Dezember 2014.

Dennoch musste Russland seine Währungsreserven in US-Dollar in den letzten Monaten nicht weiter reduzieren. Ganz nebenbei hat Russland “zu allem Überfluss” und als putintypische Ohrfeige gegen die USA seine Goldreserven sogar noch auf 44,78 Millionen Goldunzen erhöht. Das ist erwähnenswert, weil die yuangeführte Schwellenländerwährung keine reine Papiergeldwährung mehr sein wird; das hat nichts mit traditioneller Golddeckung zu tun, weist Gold aber eine erhöhte monetäre Bedeutung zu, was sich bald am Unzenpreis ablesen lassen wird.

Für den angeschlagenen Boxer Uncle Sam ertönt bald der Schlussgong, der “Lucky Punch” bleibt aus. Die USA halten ihren Währungskrieg nicht mehr lange durch. Ihre ohnehin durch die zusammenbrechende Frackingindustrie gebeutelte Wirtschaft hält dem Druck des aufgeblasenen hohen Aussenwertes des Dollar nicht stand. Um die Deflation – die weltweite Deflation wohlgemerkt – abzuwenden, bedarf es eines schwachen Dollars und sich wieder erhöhender Weltwährungsreserven.

Fed-Mitglied William C. Dudley beeilte sich bereits am 14. Januar 2016 mitzuteilen, dass – wenn nötig – auch negative Zinsen denkbar wären – hört, hört! Janet Yellen sagte dies aber bereits im Dezember 2015 im Zusammenhang mit der Leitzinserhöhung.

  • Marc Faber erwartet eine Rezession in den USA im Herbst – er spricht von Oktober/November – dieses Jahres. Die Notenbanken rund um die ganze Welt würden deshalb noch 2016 negative Leitzinsen einführen. Da kann sich Mario Draghi richtig freuen.
  • Aber wie wird sich das alles wirklich gestalten bei globaler Betrachtungsweise?
  • Welchen Einfluss hat das dollardominierte Finanzsystem wirklich noch?

 

Die Welt verändert sich gerade gewaltig, die Schwellenländer koppeln sich ab.

An dieser Stelle spielt deshalb hinein, das die Schwellenländer 2016 wohl vermehrt im Yuan agieren werden zulasten des Dollars.

Was wird aus dem Dollarsystem, wenn mehr und mehr die “Neue Seidenstrasse” den Ton angibt und nicht mehr die Mauerstrasse – auch Wallstreet genannt?

Es gilt, sich 2016 sehr warm anzuziehen.

Physisches Gold kann eine sehr vernünftige Bekleidung sein. In goldene Deckung gehen und schauen, was wird. Das ist vielleicht kein so ganz dummer Ratschlag.

Systemische Krise – Zusammenbruch

Was tun?

Nein, die Welt geht nicht unter. Das Leben geht weiter.

Aber Ihr Vermögen könnte untergehen.

  • Im schlimmsten Fall droht eine Währungsreform. Das kann passieren, wenn die Lenker des Finanzsystems und die Politik völlig die Kontrolle verlieren, weil zu viele Gefahrenherde parallel explodieren.
  • Ansonsten wird man versuchen, massenweise noch viel mehr Geld ins System zu spülen. Dadurch, dass die Geldumlaufgeschwindigkeit gleichzeitig drastisch erhöht werden wird, kommt es zur Inflation, sogar zur Megainflation. Das Geld wird wertlos.

Um die Flucht aus dem wertlosen Geld zu stoppen, muss in beiden Fällen die Politik

Kapitalverkehrskontrollen

zwingend einführen. Je nach dem, wo der Bürger lebt, wird er Gefangener des Euro-Systems oder Gefangener des Dollar-Systems.

Aus dem Gefängnis ausbrechen, solange die schweren Eisentüren noch nicht ins Schloss gefallen sind!

J E T Z T H A N D E L N !

WIR BIETEN AN:

  1. Konto bei einer Bank, die der Österreichischen Schule verpflichtet ist und in der Karibik in einer ausgesucht diskreten Jurisdiktion nur der Sicherheit der Kundengelder sich verpflichtet hat. Die Bank bietet Konten an in neun verschiedenen Währungen. Bricht eine Währung zusammen – der Euro, der Dollar – so kann man blitzschnell innerhalb des herausragenden Internetbankings sein Geld auf ein Konto einer anderen Währung verschieben, z.B. in den Schweizer Franken. Global verwendbare Bankkarten stehen – jederzeit per Internet in beliebiger Höhe aufladbar – im Heimatland zur Verfügung.
  2. Erwerb von physischem Gold ohne registriert zu werden. Was die Obrigkeit nicht weiss, kann sie nicht konfiszieren oder unter Einsatz von Zwangsmitteln heraus fordern. Das Gold wird gelagert in Zollfreilagern in der Schweiz oder Hong Kong. Für jeden Barren wird ein einfach per Indossament übertragbarer Orderlagerschein ausgestellt, der ein nach Schweizer Recht reguliertes Wertpapier ist. Er ist so fälschungssicher wie der Euro. Er wird von der selben Druckerei hergestellt wie der Euro. Die Sicherheitsanforderungen sind gleichartig. Er ist sogar beleihbar. Man kann auch sagen, das ist universal verwendbares goldgedecktes Bargeld. Das behält seinen Wert auch dann, wenn die Papierwährungen zusammengebrochen sind. So wie seit tausenden von Jahren

VERMÖGEN SICHERN HEUTE

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