IWF: Bonität Deutschlands extrem niedrig

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Wie reich ist Deutschland wirklich?

Es gibt da eine aufsehenerregende aktuelle Berechnung.
Für eine neue Datenbank haben Ökonomen in einem aufwendigen Verfahren die tatsächlichen Staatsbilanzen für 31 Volkswirtschaften ermittelt – eine Auswahl, die immerhin 61% der weltweiten Wirtschaftsleistung abdeckt.

Nur elf Länder kommen beim Aufrechnen aller Vermögen und Verbindlichkeiten auf ein

negatives Nettovermögen,

darunter mit

  • Deutschland,
  • Frankreich,
  • Großbritannien,
  • den USA,
  • Japan

 

fast alle G7-Staaten!

Die übrigen 20 untersuchten Länder haben dagegen unterm Strich mehr Vermögen als Verbindlichkeiten.

Und von wem stammen diese “dubiosen Daten”?

Die Zahlen sind alles andere als unseriös, sie ergeben sich aus der aktuellen Ausgabe des zweimal jährlich erscheinenden “Fiscal Monitors” des Internationalen Währungsfonds (IWF).

„Unsere Bilanz des öffentlichen Sektors vermittelt ein maximal umfassendes Bild des öffentlichen Vermögens“,

schreibt der IWF in der bezeichneten Ausgabe des “Fiscal Monitors”.

„Sie erfasst alles, was der Staat besitzt und schuldet und deckt damit viel mehr ab als nur der Blick auf Schulden und Defizite. Die meisten Regierungen vermeiden allerdings diese Form von Transparenz.“

Das größte Nettovermögen der untersuchten Länder hat Norwegen.

Das Nettovermögen der öffentlichen Hand dort ist mehr als viermal so groß wie die Wirtschaftsleistung des Landes. Das liegt auch am großen Finanzvermögen des Landes, das unter anderem in Ölfonds steckt, die rund um den Globus investieren.

Russland und Kasachstan sind unterm Strich ebenfalls sehr vermögend.

Russlands Nettovermögen ist rund viermal so groß wie die Wirtschaftsleistung des Landes; die von Kasachstan ist mehr als dreimal so groß. Beide Länder haben praktisch keine Staatsschulden, dafür aber große Öl- und Gasvorkommen.

Auch in Australien, Peru, Südafrika und Südkorea ist das Nettovermögen jeweils größer als die Wirtschaftsleistung der Länder. Das zeigt, wie nachhaltig die Staatsfinanzen aufgestellt sind.

Gehen wir ins Detail

So heikel ist die Finanzlage, dass Deutschland sich in der Auswahl der 31 vom IWF untersuchten Ländern unter den letzten sieben wiederfindet – noch hinter Uganda oder Kenia.
Noch schlechter als Deutschland schneiden nur El Salvador, Österreich, Frankreich, Gambia, und Großbritannien ab. Ganz am Ende der Rangliste landet Portugal mit einer Nettoverschuldung von rund 135% seiner Wirtschaftsleistung.

In die Rechnung fließen Vermögen und Verbindlichkeiten der gesamten öffentlichen Hand ein; nicht nur von Staat und Verwaltung sondern auch von öffentlich kontrollierten Unternehmen und Zentralbanken. Bodenschätze werden genauso dazu gezählt wie Verpflichtungen der Beamtenversorgung.

Die Verpflichtungen der allgemeinen Sozialsysteme, also der Renten-, Kranken- oder Pflegeversicherung sind in dieser Rechnung allerdings noch nicht enthalten. Sie würden nicht formell als vertragliche Verpflichtungen gelten, heißt es beim IWF.
Würden sie einbezogen sähe das Bild für Deutschland noch weit düsterer aus.

Der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen erstellt regelmäßig eine ähnliche Bilanz.

Er addiert dabei neben der ausgewiesenen Staatsverschuldung auch die

„implizite“ Staatsverschuldung.

Das sind alle staatlichen Leistungsversprechen, insbesondere der Sozialversicherungen, die durch das heutige Steuer- und Abgabenniveau noch nicht gedeckt sind. Sie beliefen sich bei der letzten derartigen Berechnung für das Jahr 2015 auf Euro 4,6 Billionen. Zusammen mit den ausgewiesenen Staatsschulden von Euro 2,2 Billionen betrug demnach die gesamte Schuldenlast Deutschlands Euro 6,8 Billionen.

Die IWF-Berechnung wird insoweit durch Bernd Raffelhüschen ergänzt.

Deutschland ist kein Musterknabe

  1. Da gibt es nicht nur die vom Staat (Bundesland Niedersachsen & Volkswagen) gedeckten Dieselbetrügereien, die sich für die deutsche Autoindustrie und deren Beschäftigte zum Desaster auswachsen werden.
  2. Das Wirtschaftsmodell Deutschland insgesamt steht vor dem Abgrund.
  3. Der demographische Zusammenbruch wird bestimmt nicht durch islamistische Flüchtlinge ausgeglichen werden, im Gegenteil.
  4. Die Europäische Union zerfällt zusehenst.
  5. Der Blick nach Griechenland und vor allem nach Italien lässt die Kunstwährung Euro auch nicht als Hort der Sicherheit glänzen.

All diesen Problemen und vielen mehr steht Deutschland gegenüber als prinzipiell “armer Schlucker”.

“Bleib zu Haus und nähr Dich redlich?”

Wirklichkeitsblinde Biedermänner werden das weiter denken und leben.

In jüngster Zeit beobachten wir allerdings einen erheblichen Wandel bei der Wahrnehmung der Realitäten.

  • Vermögenswerte werden mehr und mehr zumindest teilweise rausverlagert aus Deutschland, Österreich und Europa. Das stellt zwischenzeitlich Tag für Tag unsere Hauptarbeit dar.
  • Mit Überraschung registrieren wir ausserdem, wie viele Menschen sich um eine Residencia bei uns in Panama bewerben.
    Erstaunlich viele Personen interessieren sich darüberhinaus für das Angebot der neuen Staatsbürgerschaften insbesondere auf den Westindischen Inseln in der Karibik, wo die Queen Staatsoberhaupt ist, und die Pässe visafreies Reisen erlauben nahezu wie der deutsche Pass.

 

Mehr und mehr wird Deutschland als Sicherheitsrisiko begriffen. Rettungsnetze für den Notfall werden aufgespannt.

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