Haftendes Eigenkapital

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Die „Sicherheit“ der deutschen Banken

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Am 22. September 2011 wurde eine neue „Katze aus dem Sack“ gelassen:

Nach den Plänen des „Bundesverbandes deutscher Banken“ (BdB) soll die Sicherungsgrenze der Sparbeträge schrittweise

  • von derzeit 30 Prozent
  • auf 8,75 Prozent

bis 2025 gesenkt werden. Das heißt, jeder Gläubiger einer Privatbank ist dann

 

maximal mit 8,75 Prozent des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals seiner Bank abgesichert.

 

Die höchste garantierte Summe fällt damit

  • von derzeit 1,5 Millionen Euro
  • auf 437.500 Euro. 

„Wir wollen das Haftungsversprechen der privaten Banken realistischer machen“, begründete Hans-Joachim Massenberg von der BdB-Hauptgeschäftsführung den Schritt.

 

Diesen Satz muß man sich auf der Zunge zergehen lassen. Die Haftungsversprechen der deutschen Banken waren mithin immer „unrealistisch“.

 

Der deutsche Bankkunde wurde bis zur Stunde von den deutschen Banken belogen,

besser: betrogen.

Bankenexperte Wolfgang Gerke legt noch eine Schippe drauf: „Das ist absolut sinnvoll“, sagte der Präsident des Bayerischen Finanzzentrums. „Das bisherige Versprechen hätte im Ernstfall ohnehin nur mit Hilfe des Steuerzahlers erfüllt werden können. Deshalb ist das ein Schritt in die Realität.“

HINTERGRUND:

Der Einlagensicherungsfonds schützt Kundenguthaben bei den privaten Banken in Deutschland im Fall einer Insolvenz. Er übernimmt die Einlagenteile des Bankkunden, die über der aktuell gültigen gesetzlichen Grenze von 100.000 Euro liegen. Dieser Betrag wird von der Entschädigungseinrichtung aller deutschen Banken abgedeckt.

Wie dämlich muß der deutsche Bankkunde eigentlich sein, wenn er ohne Not – über das unumgänglich notwendige Bankkonto im Inland hinaus – sein Geld in Deutschland belässt?

 

Die durchschnittliche Liquidität von Banken rund um den Erdball beträgt derzeit lächerliche 2%. Insbesondere die Banken der angesehenen führenden westlichen Länder machen hier keine Ausnahme. 

  • Banken in Panamá und Belize haben weit höhere Eigenkapitalanforderungen, ausserdem zocken diese Banken nicht.
  • Die Liquidität der Banken beträgt in Panamá ca. 58% der Einlagen. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestliquidität von 30% für die Banken mit "Allgemeiner Lizenz" und mit "Internationaler Lizenz".
  • In Belize ist ein Eigenkapital von 25% gesetzlich vorgeschrieben.
  • In Sachen Bankgeheimnis sieht ebenfalls alles weit vertrauenswürdiger aus, hier ist Belize ganz besonders zu würdigen.

 

Die verbleibende Zeit zum Handeln kann knapper sein, als sich das viele Zeitgenossen vorstellen.