Entrechtet – Enteignet

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Es lohnt sich oft, etwas weiter zurück in die Vergangenheit zu schauen, in Zeiten, in denen Politiker Dinge offen ausgesprochen haben, die sie dann vielleicht erst 20 Jahre später heimlich, still und leise umsetzen. Wir schauen in die Ausgabe des Spiegel vom 27. Dezember 1999 .

Da sagte der heutige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker:

“Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”

Genau das geschieht derzeit. Die Mehrheit der Büger versteht nicht was passiert. Sie verstehen nicht, dass ihnen angestammte Freiheitsrechte genommen werden, dass sie enteignet werden.

Was passiert derzeit “Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt”?

Dass sich dunkle Wolken am Horizont zusammenziehen, ist weitgehend unbestritten. Manche reden beschönigend von einer blossen Rezession, andere von einer möglichen Wirtschafts- und Finanzkrise, wir sehen die akute Gefahr des Systemcrashs als solchem.

Jedenfalls wird der EZB angesichts der schon jetzt niedrigen Zinssätzen bis hin zu moderaten Negativzinsen keine neuen Mittel zur Gefahrenabwehr zur Verfügung stehen, ausser die Einführung von harten negativen Zinssätzen.

  • Die Ersparnisse künftiger Rentner werden vernichtet.
  • Mal wieder eine Währungsreform ist denkbar, die den Euro ersetzt.

 

Ausserdem:
Sondervorschriften sind wahrscheinlich, um Staatsschulden zu kappen und/oder Vermögen umzuverteilen.
Das wird bereits umgesetzt – und kaum jemand protestiert oder nimmt es zur Kenntnis.

Denn einige solche Sondervorschriften gelten schon seit Kurzem. Es ist die neue

Bargeldverordnung,

die von dem EU-Parlamentsausschuss vorbereitet wurde, was makaber auch noch den Titel

„Bürgerliche Freiheiten“

bekommen hat. Uns erinnert das an den makabren Spruch über dem Eingang von Ausschwitz

“Arbeit macht frei”.

Kraft der “Richtlinie (EU) 2018/843 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Mai 2018” können an den Grenzen selbst kleine Geldbeträge konfisziert werden. Dazu reicht der blosse Verdacht einer kriminellen Handlung aus, die sich im beschränkten Hirn irgendeines Zollbeamten gebildet haben könnte.
Bisher durfte man Beträge bis Euro 10.000 problemlos über die Grenze mitnehmen, nun muss man

  1. jede Summe,
  2. sogar Schmuck,
  3. Wechsel,
  4. Schecks,
  5. Aktien

anmelden. Laut der Richtlinie ist

„von wesentlicher Bedeutung, die geltenden Schwellenbeträge für allgemein verwendbare anonyme Guthabenarten zu senken und bei Fernzahlungsvorgängen, bei denen der Betrag des Zahlungsvorgangs mehr als 50 EUR beträgt, den Kunden zu identifizieren.“
(ibidem, p.3)

Ist das nun eine eindeutige Eingrenzung der bürgerlichen Freiheiten oder nicht, was unter der Schlagzeile „Bürgerliche Freiheiten“ der Öffentlichkeit verkauft wird?

Es geht gar nicht um “Kampf gegen Geldschmuggel und Terroristenfinanzierung”. Es handelt sich um eine Maßnahme zum Ausbau des Überwachungsstaats und gleichzeitig zur Zurückdrängung des Bargelds.

In Folge dieses Gesetzes folgt eine massive Vorratsdatensammlung, demzufolge natürlich auch alle Überweisungen „vorsichtshalber“ von Aufsichtsbehörden gespeichert werden müssen, damit der
Bankkunde bei Bedarf „identifiziert“ werden kann.
Die EU will, dass die Banken die Rolle des EU-Gefängnis-Wächters übernehmen und ihre Daten den Behörden zur Verfügung stellen:
Die Banken müssen

„in der Lage sein, von allen Verpflichteten sämtliche erforderlichen Informationen über deren Funktion einzuholen. Deren ungehinderter Zugang zu Informationen ist von grundlegender Bedeutung, wenn es darum geht, dass Finanzströme ordnungsgemäß zurückverfolgt und illegale Netze und Finanzströme frühzeitig aufgedeckt werden können.“
(ibidem S.4)

Zudem wurde als zentrale Stelle die sog. “Financial Intelligence Unit” (FIU) begründet, der die Banken auf Nachfrage die gespeicherten Daten (zu den Transaktionen usw.) übermitteln müssen.

Big Brother EU will nicht nur Geldflüsse vollständig kontrollieren, sondern Bürger auch noch ihres Kleingeldes berauben.
Dass Bargeld langsam zurückgedrängt wird, zeigt die Tatsache, dass 500-Euro-Scheine nicht mehr gedruckt werden. Das könnte ein erster Schritt Richtung Bargeldverbot sein, was natürlich offiziell vehement bestritten wird.
Bargeld ist tatsächlich eine Ausweichmöglichkeit für den Bürger, wenn die Leitzinsen der Notenbanken negativ werden. Denn wenn Banken diese Negativzinsen an Einlagenkunden weitergeben wollen, könnten diese ihr Geld einfach abheben und als Bargeld aufbewahren. Bei einem geltenden Bargeldverbot jedoch wäre jeder Bürger gezwungen, sein Geld innerhalb des maroden Finanzsystems anzulegen.

Und wir haben es ja schon erlebt in Griechenland und Zypern, die Blaupausen sind bekannt:

Wären die Banken pleite, wäre Abheben nicht mehr möglich, stattdessen würden die Kunden für die Schulden ihrer Bank mithaften. Das wird Bail-In genannt.

Die Zentralbanken träumen von den Möglichkeiten dieser Form der Enteignung. Wenn ein Politiker jetzt sagt:

„Niemand will Bargeld abschaffen“,

dann klingt das wie das bekannte Fake von Walter Ulbricht vom 12. August 1961:

„Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.“

Schon 2016 sagte der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, John Cryan, in Davos, dass er eine Abschaffung der Barzahlung innerhalb von zehn Jahren für realistisch halte. Drei Jahre sind schon um.

In den südeuropäischen Ländern wie Italien, Spanien und Griechenland gilt schon seit langem eine Obergrenze für Barzahlung, was besonders Auto-, Schmuck- und Kunsthändler hart trifft.

  • In Griechenland liegt die Grenze aktuell bei Euro 1.500 bei Privatzahlungen und Euro 3.000 bei Geschäftstransaktionen.
  • Die Spanier müssen sich derzeit mit einer Grenze für Bargeldzahlungen in Höhe von Euro 2.500 abfinden.
  • Bei der nächsten Krise werden Konten eingefroren, um einen Schaltersturm zu verhindern (siehe Zypern).
  • Wird die Krise von einer oder vielen maroden Banken verursacht, werden die mit dem Geld der treudoofen Kunden gerettet.

 

Ausserdem werden Fluchtwege abgeschnitten. – Wie das?

Unterstellt:

Der EU-Bürger hat Goldbarren in seinem Keller und an einem Tag beschliesst er, mit Kind und Kegel nach nach Übersee zu flüchten. Oder er ist noch schlauer und sieht den Zusammenbruch der EU schon länger voraus und schickt regelmäßig per Post kleine Summen nach Übersee.

Es ist egal, ob man seinen wertvollen Schmuck, Staatsanleihen, Rubine oder Aktien in einem Koffer im Garten vergraben hat, oder über die Grenze mitschleppen möchten – alles wird konfisziert.

Selbst Kurier-, Postsendungen oder Schecks auf kleinere Summen werden ab jetzt dem Zoll angemeldet werden müssen, denn die neue Verordnung sieht vor, dass es nicht erlaubt ist, sein Geld per Post versenden zu lassen.

Die meisten Menschen bewegen ihr Geld innerhalb des Euroraums bequem und kostengünstig innerhalb des Sepa-Systems. Sie bemerken nicht, dass die Bequemlichkeit endet, wenn der Euroraum und insbesondere die Europäische Union verlassen wird. Die Banken werden gezwungen Hindernisse aufzubauen und zu kontrollieren, sobald Geld aus dem “Käfig Europa” herausgesendet werden soll. Der “Vormund Bankinstitut” stellt nun obrigkeitsstaatliche Ermittlungen an, was der Bürger mit seinem zweifelsfrei sauberen und versteuertem Geld anzufangen gedenkt. Er fragt nach Dingen, die ihn einen “feuchten Kehricht” angehen. Ist das Entrechtung oder nicht?

Wir kennen Fälle, wo Ärzte in Frankreich von ihren Banken daran gehindert wurden, ausserhalb der EU physisches Gold zu kaufen. Zugegeben, es handelte sich um siebenstellige Beträge. Aber es war über Jahre hinweg verdientes und versteuertes Geld – also reines sauberes Privatvermögen. Das wurde von den Banken im Auftrag der staatlichen Obrigkeit als “Kapitalflucht” bewertet. Klar gehen die Ärzte dagegen vor Gericht. Aber bis wann eine rechtskräftige Entscheidung vorliegt wissen wir nicht.

Noch kommt man raus aus der Falle. Wir wissen auch konkrete Wege. Aber ist es nicht traurig, dass man zwischenzeitlich “Schleichwege” benutzen muss, um sich seine angestammten Rechte zu sichern?

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2 Comments

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  • Was empfiehlt denn nun die Internetkanzlei Offshore heute an Möglichkeiten seine finanzielle steuerliche und wirtschaftliche Situation zu optimieren ? Insbesonders, wenn man von keinem Land als Mittelpunkt seiner Lebensinteressen und hinsichtlich geschäftlicher Oberleitung abhängig ist.?Und auch von keiner Bank oder Schufa Ranking Abhängigkeit besteht.Und auch familienmäßig nicht gebunden ist an einem bestimmten Ort zu leben oder darauf Rücksicht zu nehmen auf Grund sonstiger Beziehungen? Also kurzum, wenn man quasi autark ist in seiner Lebensgestaltung. Was bietet Internet Kanzlei hierzu an und zu welchen Bedingungen und finanziellen Voraussetzungen? Grüsse B..Freudinger adelbernd@gmail.com

    Bernd Freudinger 4 Monaten ago Reply


    • “Für immer frei” lautet die neue Rubrik, die genau diese Fragen einer Lösung zuführt. Die neue Rubrik wird bis Ende des ersten Mai-Wochenendes auf unserer Webseite an prominenter Stelle hochgeladen sein.

      Ralph 4 Monaten ago Reply


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