Dimon kauft nun selbst Bitcoin

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Kurz nach der Kritik an Bitcoin kaufte Jamie Dimons JP Morgan, der er als CEO vorsteht, einen grossen Block an Bitcoin.

Aus dem abgebildeten Screenshot ergibt sich der Kauf, weil die Käufer beim schwedischen  “XBT Provider” publiziert werden, die die höchsten Beträge in Bitcoin investieren.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Dimons Grossbank wie auch andere Banken – ähnlich wie bei den Goldpreismanipulationen –  die Finanzmittel einsetzen zum Zweck der Kursmanipulation. Nebenbei kann man auch noch ordentlich Geld verdienen, wenn man erst den Kurs nach unten manipuliert, um dann beim Aufschwung Kasse zu machen.

Erfolgversprechend wäre eine derartige Taktik allenfalls kurzfristig. Die wachsende Akzeptanz von Bitcoin im Mainstream ist kaum rückgängig zu machen. Bedeutende Hedge Fonds sind bereits auf den Bitcoin-Zug aufgesprungen. Im August waren das bereits ca. 70 Hedge Fonds. Institutionelle Anleger in Bitcoin beachten Ausagen von Jamie Dimon & Co nicht mehr wirklich – aus der Zeit gefallen.

Aber schauen wir uns die Transaktion etwas genauer an:

Im Juni dieses Jahres hatte Europas einzige vom schwedischen “XBT Provider” ausgegebene Exchange-Traded-Note (ETN) die 100 Millionen US-Dollar Marke erreicht.

In einer Pressemitteilung im Juni verkündete dieser schwedische Emittent zudem eine Partnerschaft mit dem Unternehmen Xapo, einem Schweizer Startup, das sich auf die offline Verwahrung (Cold Storage) von Bitcoin für Investoren-Portfolios spezialisiert hat und auch Bitcoin umtauscht.ein

Aber schon zuvor konnte das börsengehandelte Bitcoin-Wertpapier einen unerwartet großen Ansturm seitens des Handels und institutioneller Investoren verbuchen, so Jean-Marie Mognetti von XBT Provider.

Xapo, der neue Partner, hatte im Laufe des Jahres die Lizenz der eidgenössischen Schweizer Finanzaufsicht FINMA erhalten und darf seither legal im Land der Eidgenossen operieren. Die Lizenz ist vergleichbar mit der New Yorker BitLicense.

Mit der Lizenz in der Tasche reiht sich Xapo ein in die Reihen der Schweizer Crypto Valley Pioniere.

Xapo, als Unternehmen registriert in Hong Kong, hatte angekündigt, seinen Hauptsitz vom kalifornischen Palo Alto nach Zug zu verlegen. Xapo Gründer Wences Cesares zeigt sich zuversichtlich, dass Xapo einen wesentlichen Beitrag leisten kann, um die Schweiz als Kryptowährungs-Hub zu stärken.

“Durch die Integration von Xapo können wir unseren Kunden auf globaler Ebene eines der professionellsten Bitcoin-Investment Produkte bieten,”

so Ryan Radloff, Leiter der Investor Relation Abteilung von “XBT Provider”.

Und genau bei “XBT Provider” kaufte “JPMorgan Securities Ltd.” Bitcoins, wie auf dem Screenshot ersichtlich.

Es ist – alternativ zur oben vorgestellten Theorie der Kursmanipulation – auch vorstellbar, dass JPMorgan-Kunden Aktien von “Bitcoin XBT” erworben haben und zu diesem Zweck ausgerechnet ihre JPMorgans Depots benutzt haben.

Aber auch das wirft ein sehr schlechtes Licht auf Jamie Dimon. Denn das hiesse, dass es seine Ethik zuliesse, dass seine Kunden in eine Blase rein investieren. Leistet er gar Beihilfe zum Betrug?

Der “Fall Jamie Dimon” zeigt, wie sehr die Grossbanken die Fassung verloren haben. Ihre Welt bricht zusammen.

Wenn Dimons Zeit als Bänker abgelaufen ist, kann er sich vielleicht bei seinen Freunden der mexikanischen Mafia bewerben.

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