Deine Bank – Dein Feind

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Im August veröffentlichte der SPIEGEL einen Beitrag, in dem dargelegt wurde, wie ineffektiv die Financial Intelligence Unit (FIU) – angesiedelt beim Zoll – in Sachen “Geldwäschebekämpfung” bislang arbeite.

Ganz im Gegensatz zu den Banken, wie sich aus diesem Beitrag des Hamburger Blattes ergab.

Als vorbildlich wird einleitend in der Spiegel-Reportage beispielhaft dargestellt, wie effektiv die Banken bereits in ihrer kundenverachtenden Praxis sich eingerichtet haben. Erich Mielke und die Stasi hätten ihre Freude.

Es wird ein Geschäftsmann aus dem Norden Deutschlands als reales Beispiel (Namen nicht angegeben) vorgeführt. Dieser schulde dem Staat viel Geld. Fast Euro 400.000 bekäme – wer? Naturlich das Finanzamt – noch von ihm, doch angeblich kann der Geschäftsmann diese Summe nicht aufbringen. Allerdings geht an einem Sommertag 2017 auf seinem Privatkonto (!) plötzlich eine halbe Million Euro ein und, ja, was und? :

Die Bank – in diesem Fall auch noch eine sich üblicherweise als besonders “kundennah” bezeichnende Sparkasse – schickt umgehend und routinemässig bei dieser durchaus noch überschaubaren Summe eine sogenannte Geldwäsche-Verdachtsmeldung zum Nachteil ihres Kunden und ohne ihn zu informieren an den Zoll.

Jetzt wäre die Gelegenheit, das Geld zu pfänden, so der Spiegel. Klasse, wie vorbildlich die Sparkasse in Zeiten des Überwachungsstaates unserer “Brave New World” funktioniert hat.

Doch der Zoll schwieg, jammert der Spiegel.

Aber das wackere staatstreue Finanzinstitut lässt nicht locker und tritt zum Nachteil ihres Kunden auch noch nach.

Sie bittet die Zöllner dringend um Klärung, was mit dem Geld geschehen soll. Die Bank weiß inzwischen, dass der Kunde es weiter transferieren will. Sie hatte einen Überweisungsauftrag, den sie einfach mal unbearbeitet liess. Doch zum Leidwesen unserer edlen deutschen Finanzdienstleister geschieht immer noch nichts. Wahrscheinlich mit Tränen in den Augen führten sie dann mit enormer Verspätung den Überweisungsauftrag aus.
Erst mehr als drei Wochen später, als das Geld weg war, meldet eine Zöllnerin den Fall dem Landeskriminalamt (LKA), das umgehend Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft informierte. Vergeblich.
Der Staat hatte seine Chance – und hat sie verstreichen lassen, klagt der Spiegel.

Die kundenfeindliche Verhaltensweise dieser Sparkasse ist gemäss des angeführten Spiegel-Artikels kein Einzelfall.
Es hätten sich bei der Financial Intelligence Unit (FIU) binnen kürzester Zeit beim zuständigen Zoll in Köln

zehntausende Hinweise auf verdächtige Transaktionen

angehäuft, die

vor allem Banken

gegeben hatten.

Es ist ja richtig: Die Geldinstitute sind im Deutschland der Gegenwart dazu verdonnert worden,

auffällige Kontobewegungen

zu melden.

  • Die Verbindung zwischen Banken und FIU wurden inzwischen modernisiert.
  • Mit den Strafverfolgern in Nordrhein-Westfalen kommuniziert die FIU allerdings noch immer per Fax.

 

Allein darin spiegelt sich wider, dass es die Banken in Deutschland sind, die hierzulande die Speerspitze des Überwachungsstaates darstellen.

Hunderte Seiten Zollmeldungen rattern den Staatsanwälten jeden Tag ins Büro, die meisten kommen von den Banken und Sparkassen. Aber nicht nur die Banken missbrauchen das ihnen entgegengebrachte Vertrauen ihrer Kunden. Auch in Deutschland niedergelassene Anwälte, Notare oder Makler sind verpflichtet, “auffällige Geschäfte” zu melden.

Einst angesehene Berufsstände, die die Freiheit der Bürger gegen Staatswillkür verteidigten, sind zwischeneitlich von gesetzeswegen korrumpiert – ohne sich wirklich jemals dagegen gewehrt zu haben. Das ist ebenso verwerflich wie der nur geringe Widerstand, der einst in Deutschland gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz geleistet worden war.

Im Jahr 2016 erhielt die Polizei insgesamt knapp 41.000 Hinweise der “ehrenwerten Berufsstände” –

überwiegend die meisten stammten natürlich von Banken.

Immobilienmakler, Juweliere oder Autohändler melden verdächtige Käufe allerdings so gut wie nie, klagt der Spiegel auch noch über mangelhafte Denunziationen.

Der Geschäftsmann aus Norddeutschland, dessen Fall der Zoll trotz der vorbildlich petzenden Sparkasse verpennt hat, schuldet dem Staat übrigens weiterhin Hunderttausende Euro. Aber ist es ein Zufall, dass der Beispielsfall im Spiegel absolut nichts mit “Geldwäsche” zu tun hat?

Nein, natürlich nicht. Der “Kampf gegen Geldwäsche” ist nichts anderes als ein Vorwand, den Bürger bis auf den Schlüpfer auszuziehen, ihn nackt zu machen gegenüber einem freiheitsverachtenden staatlichen Willkürsystem.

All dieser Willkür kann man leicht entgehen.

Es braucht nichts anderes als ein

Bankkonto im Ausland,

das sinnvollerweise auch ausserhalb der Europäischen Union belegen sein sollte.

  • Selbst wenn dort einmal im Jahr ein automatisierter Informationsaustausch erfolgt, so hat man doch seine Ruhe vor permanenten Verdachtsanzeigen.
  • Auch vor überraschenden Pfändungen – eine besonders beliebte Methode des Finanzamtes – ist man dort sicher.

 

Wir sagen ja nicht, dass man gar kein Konto in Deutschland mehr haben sollte. Das wäre lebensfremd.

Aber es gibt Sphären und individuelle Sicherheitsbedürfnisse, die vor dem “Grossen Bruder” zu schützen sind.

Wir bieten sichere Auslandkonten an. Wir bieten sogar sichere Auslandskonten an in Ländern, die sich nicht einmal am automatisierten Informationsaustausch – CRS – der OECD, dem Club der wohlhabenden westlichen Volkswirtschaften, beteiligen.

Wie sagte Friedrich Dürrenmatt so richtig:

„Die Herrschenden müssen bewacht werden, nicht die Beherrschten.”

Und wenn diese Bewachung in der zugrundegerichteten freiheitlichen Staatsordnung auch nicht mehr besser funktioniert als in Ländern wie China, Russland oder der Türkei, so hat der deutsche Staat ebensowenig wie der Spiegel kein Recht zu jammern, wenn der geknechtete Untertan zum gewaltfreien Widerstand übergeht:

Das Auslandskonto – der Freiheit zuliebe!

Beispiel: Privatkonto in Georgien

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