Dein Feind: Dein eigener Staat

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Vermögensschutz 2017

Es hat keinen Sinn, darum herumzureden:

Wer Vermögen hat, der hat Feinde. Einbrecher, Betrüger, nicht selten der Ehepartner.

Der Hauptfeind aber ist der eigene Staat.

Alle Staaten in der Eurozone – Deutschland und Österreich nicht ausgenommen – sind in einer verzweifelten Lage. Sie greifen deshalb nach den Erträgen und den Vermögen ihrer Bürger.

Die Euro-Staaten produzieren derzeit ein Defizit in der Größenordnung von Euro 190 Milliarden. Steigen die Zinsen nur um lächerliche 1%, springt dieser Defizit-Betrag auf Euro 280 Milliarden. Kann das sein? Das ist so, das ist schlichte Mathematik: Die Schulden selbst betragen Euro 9.000 Milliarden. Davon 1% sind nun einmal Euro 90 Milliarden.

Steuern und Abgaben im Euro-Raum liegen derzeit bei viel zu hohen 50% der Wirtschaftsleistung. Die Staaten haben folgerichtig bei den Einnahmen durch Steuern keinen wirklichen Spielraum mehr.

Betrachten wir alles realistisch, sind die Niedrigzinsen in Wirklichkeit eine Vermögensteuer: Die Sparer und Anleger werden geschröpft, und die Staaten sind die Hauptnutznießer der niedrigen Zinsen, weil sie für ihre Schulden praktisch keine Zinsen mehr bezahlen mussen.
Der deutsche Staat hat seit dem Jahr 2008 dank der Niedrigzinsen Euro 240 Milliarden Zinskosten eingespart, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Allein im vergangenen Jahr 2016 beliefen sich diese Ersparnisse von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen im Vergleich zur Zeit vor der Finanzkrise auf 47 Milliarden Euro, wie Berechnungen der Bundesbank zeigen.
Das alles hat der deutsche Sparer im Ergebnis gezahlt ohne zu merken, dass er Opfer einer verdeckten Vermögensteuer geworden war.

Dieser Sachverhalt ist schlicht ein Skandal. Das ist Vertrauensbruch. Man kann darüber nachdenken, ob die Staaten nicht den Untreuestraftatbestand erfüllen. Das hergebrachte Vertrauensverhältnis wird missbraucht. Denn traditionell sind Staaten Partner der Anleger:

  • Staaten gehen nicht unter wie andere Schuldner.
  • Staaten sind kontinuierlich auf dem Markt präsent.
  • Die Verzinsung der Anleihen gleicht in der Regel die Inflation aus.
  • Diese Zinsen ermöglichen darüber hinaus eine Realverzinsung.

 

Alle diese Bedingungen sind schon seit längerem nicht mehr gegeben und werden auch in absehbarer Zeit nicht wieder hergestellt.

Staatsanleihen können nicht mehr als solider und ruhiger Anker in den Veranlagungen eingesetzt werden.

Die Schlussfolgerung daraus ist für viele Menschen schlicht schockierend:

  1. Sparer und Anleger müssen wissen, dass ihre Feinde die Regierungen sind.
  2. Anleger müssen alle Strategien rund um diese Erkenntnis bauen.

Die traditionellen Grundlagen der Vermögensbildung stimmen nicht mehr. Die Basis der Vermögenssicherung kann nicht mehr die Spareinlage bei der heimischen Bank sein.

  1. Die Zinsen sind allenfalls minimal;
  2. die Gelder selbst sind gefährdet, weil im Krisenfall Einlagen nicht mehr bedingungslos geschützt sind, sondern im Gegenteil sogar zur Sanierung der jeweiligen Bank herangezogen werden können.

Ein wesentliches Element der Vermögenssicherung bestand traditionell in Staatsanleihen.

Diese galten immer als sicher und sollten zumindest eine solide Verzinsung garantieren.

  • Die Finanzlage der Euro-Staaten ist aber äusserst kritisch
  • und die Zinsen sind niedriger als die Geldentwertung.

 

Die Welt der Sparer und Anleger hat sich grundlegend verändert.

Drei Nachrichten bestimmen den Jahresauftakt 2017, die Sparer und Anleger dazu treiben, sich unter diesen ungünstigen Umständen nach attraktiven Strategien umzusehen:

  1. die EZB wird die Niedrig-, Null- und Minus-Zinsen-Politik fortsetzen
  2. die Inflation wird steigen und somit die Verluste vergrößern, die durch die Zinspolitik ausgelöst werden
  3. die Wirtschaft wird wachsen, allerdings nicht sehr stark, und somit nicht für üppige Gewinne sorgen

Die Position der Banken hat sich dramatisch verändert

Traditionell sind Sparer und Anleger in Mitteleuropa risikofeindlich und suchen Sicherheit.

Dieses Verhalten hat nicht nur die Staatsanleihen zu den beliebtesten Anlageformen gemacht, aus diesem Grund wurden auch Banken stets als ideale Partner angesehen: Vom simplen Sparbuch über die Obligationen der Institute – Pfandbriefe, Kommunalbriefe, Anleihen – bis hin zu den Bank-Aktien konnte man die verschiedensten Instrumente nutzen. Banken galten als sicher und die Einlagen-Sicherungssysteme sorgten für eine zusätzliche Absicherung.

Diese Logik war auch durch das System begründet: Banken waren die Geldsammelstellen und sorgten über die Veranlagung für die breite Streuung der Mittel bei den Unternehmen und den Haushalten. Über den Mittler Bank war jeder einzelne Sparer in der Gesamtwirtschaft investiert, ohne selbst das Risiko der einzelnen Veranlagung tragen zu müssen.

Dieses System funktioniert nicht mehr:

  • Die EU-Regeln behindern das Bankgeschäft nachhaltig.
  • Außerdem bestimmen die EU-Regeln, dass mit kleinen Einschränkungen die Einlagen der Bank-Kunden im Falle einer Krise zur Sanierung des jeweiligen Instituts herangezogen werden und notfalls untergehen.

 

Wiederholen wir:

  1. Sparer und Anleger müssen wissen, dass ihre Feinde die Regierungen sind.
  2. Anleger müssen alle Strategien rund um diese Erkenntnis bauen.
Kann man sich dem Einflussbereich der Regierungen entziehen?

 

Das haben die Menschen schon immer getan. Die Deutschen sind mit ihrem Geld gern über die Grenze in die Schweiz gefahren, andere auch nach Luxemburg. Man blieb so im gewohnten deutschen Spachumfeld. Wer zieht es nicht vor, in seiner Muttersprache zu kommunizieren? Man fühlte sich dort sicher und die Banken in der Schweiz taten alles, um ihren Kunden das Gefühl der Sicherheit zu erhalten, obgleich sie hätten merken müssen, dass ihnen von ihren EU-Nachbarn der Teppich unter den Füssen weggezogen wurde. Aber die Banken tanzten solange die Musik spielte und warfen schliesslich ihre Kunden den deutschen, französischen und italienischen Steuerbestien zum Frass vor. Diese Kunden der Schweizer Banken waren nun nicht mehr die “Spezies” im Stile eines Uli Hoeness, sondern die “Steuerdeppen der Nation” – auch wie Uli Hoeness.

Uli Hoeness & Co hatten es verpasst, die Zeichen der Zeit zu erkennen und auf intelligentere Strategien umzuschalten.

Nun sitzen Uli Hoeness & Co in der Deutschlandfalle, der Frankreichfalle und der Italienfalle und trauen sich als gebrannte und angegraute Kinder nicht, der Falle zu entkommen.

Andere trauen sich nicht, weil ihnen Uli Hoeness & Co als abschreckende Beispiele im Stil des Struwwelpeter vor Augen geführt werden.

Da sitzt nun also die Mehrzahl der biederen Staatsbürger der Euro-Zone in den Staatsfallen und starrt auf den Vermögensvernichter wie das Kaninchen auf die Schlange.

Der Staat zieht über die Nullzinsanlagen fies grinsend seine Vermögensteuer ein. Im Falle einer Erhöhung dieser Vermögensteuer (Negativzinsen) wird er Schritt für Schritt die Nutzung von Bargeld einschränken und zur bargeldlosen Gesellschaft wechseln.

„Ein vollelektronisches Geldsystem – vollkommen transparent, ohne jeglichen Schutz der Privatsphäre bei Geldzahlungen und mit dem permanenten Risiko einer Enteignung durch den Staat – bedeutet, dass Geld nicht mehr Privateigentum sein wird.“

Dieses Zitat stammt von UBS-Chefvolkswirt Andreas Höfert.

Es gibt also kein Entkommen mehr? Mein Feind, der Staat, hat gesiegt?

Solange dieser Staat noch keine Kapitalverkehrskontrollen eingeführt hat, die einen problemlosen Geldtransfer ins Ausland unterbindet, kann man der Falle entkommen.

Man muss aber Europa verlassen.

  1. Ausserhalb Europas ist der sog. automatiserte Informationsaustausch – AIA – nichts wert, funktioniert erst gar nicht und ist löchrig und vom Fachmann zu umgehen.
  2. Viele Länder machen gar nicht mit wie die USA.
  3. Grossbritannien weigerte sich bereits vor dem Brexit, die wirtschaftlich Begünstigten hinter seinen Trusts bekanntzugeben; nach dem Brexit ändert sich daran ganz bestimmt nichts.

Aber das wichtigste ist.

Der Feind Deines Vermögens, der Staat, kann es Dir nicht mehr wegnehmen.

Ausserhalb Europas kann man gute Verzinsungen erreichen, wenn man nicht gerade nach Japan geht.

a)

Wir haben ausgezeichnete Kontakte zu Offshorebanken, die man nutzen kann, um “Feindberührung” zu vermeiden.

b)

Man kann auch das Bankensystem generell umgehen, die Welt verändert sich gerade sehr schnell rund um Fintech-Unternehmen, die man nutzen kann.

c)

Man kann sehr gut Gold nutzen. Gold ist wieder wertbeständig mit steigender Tendenz. Man kann das selbst von Deutschland aus anonym kaufen, sicher lagern, dafür einen Lagerschein bekommen, den man als Wertpapier nach Schweizer Recht gestalten kann. Der Wert des Goldes ist in diesem Fall jederzeit und diskret verfügbar, ohne dass das Gold das Zollfreilager verlassen muss.
Das alles bietet ein deutschsprachiger Edelmetallhändler an, den wir sehr gut kennen (hier der Link).

Wir haben unseren Clausewitz gut gelesen.

Der gefährlichste Feind des Vermögens ist identifiziert – der eigene Staat.

Wir können und wollen ihn nicht besiegen. Das mögen andere tun.

Wir wissen aber, wie er zu neutralisieren ist. Er mag um sich schiessen, es geht darum, dass man nicht getroffen wird.

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