“Crypto Assets Conference 2018”

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Rechtsanwalt Gordon Einstein von der US-Beratung “CryptoLaw Partners” macht deutlich, dass die neuen Technologien maximale Freiheit bräuchten.

“Wem die Regeln in einem Land nicht passten, finde Alternativen.”

Unter anderem brächten sich die Cayman-Inseln, Singapur, Venezuela und Weißrussland in Stellung. Kollege Einstein weiss wie wir, dass diese Aufzählung bei weitem nicht vollständig ist. Und er hat recht, wenn er fortfährt:

„Jede Kryptofirma kann sich heute aussuchen, wo sie hingeht.“

Die USA und die europäische Aufsicht verhinderten Innovation. Da ginge man besser weg.

Und dabei helfen wir bereits kräftig. In parallel gelagerten Fällen haben wir jahrzehntelange Erfahrung.

Aber worüber reden wir überhaupt an dieser Stelle? – Nun:

Ende Februar 2018 diskutieren auf Einladung der “Frankfurt School of Finance and Management” rund 330 Teilnehmer aus der Wissenschaft, von Krypto-Firmen, Aufsichtsbehörden und Banken über die Zukunft der noch jungen Branche anlässlich der “Crypto Assets Conference 2018”. Mit dabei war eben auch Kollege Gordon Einstein.

Klare Worte dort formulierte ferner Austin Alexander von der größten US-Bitcoin-Börse “Kraken”. Für ihn sind die klassischen Finanzfirmen, Banken und Vermögensverwalter „Dinosaurier“ wie der HSV in der deutschen Fussball-Bundesliga: Dem Abstieg geweiht.

„Das klassische Finanzsystem wird sterben, so wie Großväter sterben und neue Kinder geboren werden“,

ruft Alexander in den vollbesetzten Audimax der Frankfurt School.

„Die Realität ist doch: das Krypto-System funktioniert und wird immer dezentralisierter.“

Gewinnen könne die klassische Finanzindustrie ihren Abwehrkampf nur, wenn die mit ihnen verbundenen überschuldeten Staaten sie aus Eigennutz beschützten. Jedoch:

„Der Paradigmenwechsel ist da. Welcher brillante junge Programmierer will noch für Swift arbeiten? Alle wollen zu uns“,

behauptet der junge US-Amerikaner in Anspielung auf das klassische Zahlungsabwicklungssystem der Großbanken.

Auf die Frage von Christoph Kreiterling, Kryptowährungsexperte der deutschen Aufsichtsbehörde Bafin, ob die Szene viel Arbeit in die Verhinderung von Regulierung stecke, wurde Alexander deutlich:

„Die Kryptowelt ist auf Dauer gar nicht regulierbar. Sie existiert in einer neuen Sphäre, die von dir und anderen staatlichen Behörden gar nicht erreicht werden kann“,

spricht er den anwesenden düpierten Aufseher direkt an.

„Jeder Versuch, sie zu regulieren ist lächerlich, kurzsichtig und wird im Desaster enden“,

so Alexander.

„Nordkorea hat auch das Internet verboten. Hat das dem Internet-Business mehr geschadet – oder Nordkorea?“

Dann gibt es aber auch die, die vor den regulierungswütigen Hochsteuerländern kuschen, ja im Windschatten von Regulierung im Gewand des keuchen unberührten Töchterleins sich Vorteile erhoffen und einen Platz am Katzentisch des althergebrachten Finanzsystems anstreben.

Da ist Ethereum zuzurechnen.

Ethereum, die zweitgrößte Kryptowährung, versucht sich als Alternative darzustellen. Entwickler Vogelsteller betont, Ethereum begrüße staatliche Regulierung ausdrücklich.

„Diese macht unser System stärker.“

Selbst wenn die US-Aufsicht SEC alle neuen Krypto-Anlagen, sogenannte Token, künftig als Wertpapiere einstufe, sei das kein Problem. Schließlich sei es gar nicht so teuer, eine Prospektpflicht zu erfüllen.

“Niedlich”,

hätte Aristotelis „Telly“ Savalas, besser bekannt als Kojak, gesagt und am Lolly gelutscht.

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