29. Oktober 2010

metro_zuschlag_-_antonio_gavioli_representante_de_odebrecht_y_del_consorcio_linea_uno.jpg
Download PDF

Deutschsprachige Nachrichten aus Panamá

Odebrecht baut nun auch die Metro

metro_zuschlag_-_antonio_gavioli_representante_de_odebrecht_y_del_consorcio_linea_uno.jpg

 

Der Zuschlag zum Bau der ersten Metro Linie in der Hauptstadt geht an das Konsortium „Linea Uno“, das gebildet wird von der in Panamá bestens bekannten brasilianischen Firma „Odebrecht“ und dem spanischen Unternehmen „FCC Construcción“ – darin enthalten sind die Züge von „Alstom“ aus Frankreich. 

Das Gebot betrug USD 1,447 Milliarden. Damit war man teurer als der Konkurrent  „Grupo Italiano Metro de Panamá“ aus Italien. Diese hatten ein Gebot abgegeben über USD 1,401 Milliarden. Das Gebot der „Linea Uno“ erzielte bei der Punktzahl, was die technischen Inhalte der neuen Metro anbetrifft, einen klaren Vorteil: 578 : 358. Das ergab dann einen Endstand von 917 : 708.

Bei der feierlich verkündeten Entscheidung im Sheraton Hotel war auch Präsident Martinelli zugegen wie Vizepräsident Juan Carlos Varela und zahlreiche Repräsentanten des siegreichen Konsortiums in Begleitung diverser Diplomaten. Aus der Anwesenheitsliste war ersichtlich, daß die Italiener von ihrer Niederlage nicht überrascht worden sind.

Verhandlungen mit Kolumbien festgefahren

martinelli_und_uribe.jpg

 

Eine Einigung zwischen Panamá und Kolumbien in Sachen Freihandel steht in den Sternen.

In der 5. Verhandlungsrunde wurde die Diskussion erst einmal ausgesetzt: Auf unbestimmte Zeit.

In Sachen „Rindfleisch, Kaffee, Mais und Milch“ kam man zu keinen Übergangsregelungen. Ein ungelöstes Problem blieben weiter Regeln der Besteuerung der Reexporte von der Zollfreizone in Colón nach Kolumbien. Hier drohte eine bedeutende Einnahme der ZLC fortzubrechen.

Wenn auf höchster Regierungsebene nicht Hindernisse beseitigt werden, dann könnte alles einige Zeit auf Eis liegen.

103.178 Ausschreibungen seit Januar

ausschreibungverfahren.jpg

 

103.178 staatliche Ausschreibungen wurden seit Januar und bis zum 21. Oktober dieses Jahres öffentlich über das Internetportal „PanamaCompra“ vorgenommen.

Das gibt die staatliche „Dirección de Contrataciones Públicas“ (DGCP) bekannt.

Der Wert der Ausschreibungen beträgt USD 3,645 Milliarden. 

Von der Zentralregierung stammen 36.291 Ausschreibungen zu USD 1,819 Milliarden. Staatliche Unternehmen haben 7.228 Ausschreibungen getätigt Über USD 130 Millionen. Dezentralisierte staatliche Behörden kommen auf 17.448 Ausschreibungen und USD 593 Millionen. Bei den Gemeinden lauten die Zahlen 2.498 Ausschreibungen = USD 12,5 Millionen.

Man sollte nicht behaupten, Panamá sei ein Land gänzlich ohne Transparenz.

Rückzug wegen der ANAM

peter_fischer_greater_panama_investment.jpg

 

Die Gesellschaft „Greater Panama Investment and Development Corp.“ kündigt an, sich von einem Immobilienprojekt von USD 84 Millionen bis zum Dezember zurückzuziehen, nachdem das Genehmigungsverfahren der staatlichen Umweltschutzbehörde ANAM hinsichtlich der Umweltverträglichkeit Kategorie II nicht vorankommt. Bedenken gegen das Projekt sind keine bekannt.

Es sollte ein Ökotourismus Projekt entstehen bei La Chorrera.

Teilhaber Peter Fischer der betroffenen Gesellschaft vermutet, daß man Opfer eines Racheaktes des Personals der ANAM sei. Man hätte sich nie zu Korruptionszahlungen bereit erklärt.