23. Juli 2010

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Deutschsprachige Nachrichten aus Panamá

Investitionen im ersten Halbjahr 2010

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Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres wurden in Panamá für neue Investitionen USD 1,107337 Milliarden ausgegeben. Das entspricht einem Anstieg von19,4% verglichen mit dem Vorjahr.

Die Zahlen wurden publiziert von „Panamá Emprende“ im Zusammenwirken mit dem Handels- und Industrieministerium (MICI).

Trotz der höheren Investitionen wurden „nur“ 48.528 neue Arbeitsplätze geschaffen, das waren im Vorjahr noch 58.619 gewesen.

Verhalten im Straßenverkehr

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Es fehlt an Fahrkultur bei dem Panamaern.

Das wird nun von der Straßenverkehrsbehörde „Dirección Nacional de Operaciones de Tránsito de la Policía Nacional“ ganz offen eingeräumt. Teófilo Moreno, Direktor der „Operaciones de Tránsito“, nennt nicht nur die Nutzung des Celulars und die damit einhergehende mangelnde Konzentration beim Fahren bis hin zur Blockierung des Verkehrs wegen eines Gespräches. Er beklagt, daß im Straßenverkehr Rettungswagen kaum Platz gemacht wird, jedenfalls nicht zügig. Man fährt bei Rotlicht in Kreuzungen ein, man drängelt, und verhindert, daß der Querverkehr den Kreuzungsbereich passieren kann. Schon wieder weitet sich ein Stau aus, der sich dann bis in Querstraßen erstreckt.

Nichts findet der Panamaer dabei, eine Fahrspur zu blockieren, um schnell was einzukaufen.  Die Busse, die „Diablos Rojos“, bleiben an Haltestellen auch in zweiter oder dritter Reihe stehen statt zu warten, bis der andere Bus die Haltstelle wieder verläßt. Rechzeitiges Einordnen vor einem Abbiegevorgang scheint auch sehr schwierig zu sein. Selbst auf der Autobahn ist es keine Seltenheit, daß ein Auto auf der linken Fahrspur plötzlich scheinbargrundlos scharf bremst, um dann nach rechts zu ziehen um noch schnell eine Ausfahrt zu erwischen.

Im laufenden Jahr haben bereits 92 Menschen ihr Leben im Straßenverkehr verloren.

Derzeit diskutieren die zuständigen Behörden, wie man „Kultur“ ins Fahrverhalten der Panamaer bekommt.

Noriega Urteil rechtskräftig

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Weder die Verteidigung des Exdiktators Manual Antonio Noriega noch die französische Staatsanwaltschaft hatten bis vergangenen Montag Rechtsmittel gegen das Urteil des erstinstanzlichen Gerichtes in Frankreich eingelegt, das auf Freiheitsstrafe von 7 Jahren entschieden hatte. Das Urteil ist mithin rechtskräftig.

Olivier Metzner, der führende Verteidiger Noriegas in Frankreich, erklärte, man konzentriere sich allein auf die Auslieferung nach Panamá. Ein noch schwebendes Verfahren wäre da nur hinderlich. Seit 26. April dieses Jahr befindet sich Noriega in Haft in Frankreich.

Der panamaische Verteidiger Julio Berrío von Noriega erklärte, man kalkuliere, daß Noriega innerhalb von einem Jahr bis zu anderthalb Jahren nach Panamá überführt werden würde, wo er zwar in diversen Fällen ebenfalls vor Gericht gestellt werden würde, aber gleichwohl aufgrund seines Alters nicht ins Gefängnis käme, sondern unter Hausarrest gestellt werden würde – vermutlich.

Wir meinen, daß Noriega vielleicht noch im Laufe des Spätjahres nach Panamá kommen könnte. Martinelli besucht noch im Herbst des laufenden Jahres hochoffiziell Frankreich.