2020 – ein Jahr für Weichenstellungen

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Was bringt uns das Jahr 2020?

Wir alle spüren, dass wir in einer Umbruchzeit leben, in der sich alte Gewissheiten ihrem Ende entgegenneigen. Ein Systemcrash ist nicht auszuschliessen, zu viele Fundamente zerbröseln unter unseren Füssen. Die Freiheit der Menschen wird durch Logarithmen erschüttert, der Mensch wird immer “gläserner” und damit angreifbarer.

Die Politiker aber versichern unverdrossen und stereotyp, dass sich alle Probleme mit Routine und bewährter Verwaltung lösen liessen, dass sich die Maschinerie nur in ihrem bisherigen Trott weiterdrehen müsse, um zu guten Ergebnissen zu gelangen.

Es ist ist offensichtlich, dass das nicht stimmt.

Dieses Systemversagen können wir als Juristen von Panama aus natürlich auch nicht ändern, nicht in eine andere Richtung lenken.
Wir können aber mutigen Menschen helfen, aus dem sich irrwitzig drehenden Hamsterrad auszubrechen, insbesondere, um das System daran zu hindern, uns nicht zuletzt finanziell auszunehmen wie die sprichtwörtliche Weihnachtsgans.

Worauf wollen wir hinaus?

Nun:

  • Kapital fliesst mehr oder minder frei um die Welt.
  • Die Eigentümer dieses Kapitals sind jedoch immer mit irgendeiner Nationalität – und damit hier konkret der deutschen – verbunden, was diese Nationen mit ihren Eliten sehr oft in Form von steuerrechtlichen Bestimmungen und Restriktionen zum Nachteil dieser Eigentümer missbrauchen.

 

Selbst eine Persönlichkeit wie SAP-Mitgründer Hasso Plattner erklärte am 4. Advent in der bezahlpflichtigen Ausgabe der FAZ,

“Deutschland hängt sich selbst weiter ab, aber ich will darüber nicht länger reden. Gerade habe ich im Teletext gelesen: 72 Prozent der Deutschen befürworten die Vermögensteuer. Bei einer zweiprozentigen Vermögensteuer muss ich Deutschland verlassen. …damit ich zwei Prozent (an Vermögensteuer) zahlen kann, muss ich drei Prozent meiner Aktien verkaufen. Ich muss ja erst einmal den Kursgewinn versteuern, bevor ich die Vermögensteuer bezahlen kann. Das fühlt sich an wie Enteignung.”

Diesem Land ist demnach nicht mehr zu vertrauen, dämmert auch einer immer seinem Geburtsland loyal gegenüberstehenden Person wie Herrn Hasso Plattner.

Das sind Alarmsirenen, die nicht überhört werden sollten.

Der jüngste “Wealth Report” des Beratungsunternehmens Knight Frank unter dem Titel

“How money is moving around the world”

stellt – insoweit nicht mehr überraschend – dar, dass jährlich Milliarden von Dollar an Privatvermögen aus den westlichen Hochsteuerländern verlagert werden, nämlich

  • in sichere Währungshäfen und Jurisdiktionen,
  • Offshore-Zentren,
  • Steueroasen,
  • besteuerungsgünstige Länder, in denen man eine Staatsbürgerschaft erwerben kann.

 

36% aller Superreichen auf der Welt – das sind definitionsgemäss Familien oder Individuen mit mehr als USD 50 Millionen an Vermögen – haben gemäss dieses Reportes bereits einen zweiten Reisepass, 26% wollen sogar permanent ihre Heimat verlassen.

Noch einmal klar ausgedrückt:

  • Mehr als ein Drittel aller Superreichen hat längst nicht mehr nur eine einzige Staatsbürgerschaft,
  • mehr als ein Viertel der Superreichen hat von dem Besteuerungswahnsinn der westliche Industrienationen die Nase gestrichen voll und will “nix wie weg”.

 

Auf ein Volumen von USD 25 Milliarden wird nur allein das Geschäft rund um den Erwerb von Staatsbürgerschaften inzwischen geschätzt.

Es ist heute für sehr vermögende, in internationalen Geschäftsbeziehungen stehende Privatpersonen einfach eine Notwendigkeit, über eine zweite Staatsbürgerschaft und einen entsprechenden Reisepass zu verfügen.

Für die Sicherheit von Privatvermögen gefährlich sind

  • Regierungswechsel,
  • politische Umschwünge,
  • allgemein politisch instabile Länder.

 

Zu den “politisch instabilen Ländern” zählt immerhin eine Persönlichkeit wie SAP-Gründer Hasso Plattner zwischenzeitlich auch Deutschland.

Die allgemeinpolitische Lage ist tatsächlich hochkritisch, die Superreichen haben das begriffen und nur “die Letzten werden von den Hunden gebissen”.

Die westlichen Industrieländer mit ihrer enteignungsgleichen Besteuerungspraxis befeuern die Tendenz, dass diejenigen ihrer Staatsbürger, die sich mit ihrer Hände Arbeit und unter geschäftlichen Risiken ein grösseres oder kleineres Vermögen haben aufbauen können, dieses nunmehr absichern wollen für sich und ihre Nachkommen. Und da helfen eben weitere Staatsbürgerschaften und ein Steuerwohnsitz in einem besteuerungsfreundlichen Land.

Oder anders ausgedrückt: Es gibt gar keine andere Möglichkeit mehr, auf rechtmässige Weise – also ohne sich dem Vorwurf der Steuerhinterziehung und damit der Geldwäsche auszusetzen – das Familienvermögen zu schützen.

Das genau ist das Problem der Hochsteuerländer:

Es ist völlig legal, einfach “tschüss” zu sagen.

Heimlich still und leise bedauert die Politik wahrscheinlich, dass man auf diese Menschen nicht einfach mit einem Schiessbefehl an einer Mauer im Stile eines Walter Ulbricht reagieren kann. Aber man denkt darüber nach, wie man die Kapitalflucht stoppen kann.

EU-Kommission und OECD verurteilen die Programme mit dem Namen “Citizenship by Investment”, bei denen vermögende Individuen für eine Investition wie den Kauf von Immobilien oder Staatsanleihen im Gegenzug einen Pass und vor allem die jeweilige Staatsbürgerschaft erhalten.

“Passhandel” nennen sie das herabwürdigend.

Pauschal wie üblich wird da der “Passhandel” mit Steuerflucht, Kriminalität und Geldwäscherei gleichgesetzt.

Das schlicht und einfach auf Ebene der Europäischen Union zu verbieten ist allerdings schwierig, denn selbst EU-Mitglieder bieten Derartiges an. Man schaue nach Zypern, Malta, Irland, Griechenland, Italien für Ruheständler. Für einen zweistelligen Millionen-Betrag kann man sogar in Österreich den dortigen Pass erhalten. Die politischen Eliten erweisen sich halt immer wieder als unaufrichtig, wenn man hinter die Kulissen schaut.

Man kann nicht unabhängig oder frei sein, wenn man nicht das Recht oder die Fähigkeit hat, sein Schicksal zu kontrollieren. Was bedeutet es, sein Schicksal unter Kontrolle zu haben? Es bedeutet, in der Lage zu sein,

  1. zu existieren,
  2. das Erbe zu bewahren,
  3. souveräne Entscheidungen zu treffen,
  4. über materielle und personelle Ressourcen frei zu verfügen
  5. und die gewünschten Strategien zu verfolgen, um bestimmte Ziele zu erreichen.

Wenn ich bei Erreichung dieser Ziele in einem Land behindert werde – und sei es das Geburtsland, zu dem ich vielfältige Bindungen habe – dann muss ich dieses Land in Frage stellen als meinen Lebensmittelpunkt. Das bedeutet keine Flucht, keinen totalen Bruch. Ich kann ohne weiteres in diesem Land ein knappes halbes Jahr weiter verbringen, ohne erneut steuerpflichtig dort zu werden.

  • Besonders einfach kann man das umsetzen, wenn man den vergleichweise konstengünstig zu erwerbenden Steuerwohnsitz nach Panamá verlagert. Da behält man sogar die deutsche Staatsbürgerschaft mit dem deutschen Reisepass.
  • Für teilweise deutlich weniger als Euro 200.000,00 kann man aber auch gleich neue Staatsbürgerschaften mit Pässen erwerben, deren Visafreiheit beim Reisen sich mit dem deutschen Pass messen kann. Wir reden hier von Ländern der Westindischen Inseln (Brit. Commonwealth) und auch von Vanuato. Man kann in diesen “Paradiesen” leben, aber man muss das nicht. In all diesen Ländern herrscht weitestgehende Steuerfreiheit.

 

Ein alter Trapperspruch lautet:

“Wenn ich merke, dass das Pferd, das ich reite, tot ist bzw. zur Gefahr für mich wird, dann muss ich absteigen.”

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