13. Mai 2011

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Deutschsprachige Nachrichten aus Panamá

Panamá wird Singapur überflügeln

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Die Erweiterung des Kanals von Panamá wird nicht dazu führen, daß Panamá das „Singapur von Amerika“ wird, die Folge wird sein, daß Panamá an Singapur vorbeizieht.

Diese Prognose wagte der Verwaltungschef der Kanalbehörde Alberto Alemán am Dienstag im Rahmen eines Gedankenaustauschs vor dem „Center for Strategic and International Studies“ (CSIS) in Washington.

Im Vergleich zu Singapur fehle Panamá heutzutage noch Einiges. Aber wenn Panamá seine strategische Lage richtig nutze, werde sich da viel ändern. Panamá werde für Amerika mehr sein, als Singapur in seiner Region. Schließlich verbinde Panamá zwei Weltmeere und wäre nicht nur an einem gelegen.

William Lane, ein hoher Funktionär von „Caterpillar“ setzte bei dem Treffen noch etwas drauf. Singapur werde bald sagen, man wünschte, man wäre das Panamá von Asien.

Aber wieder ernst werdend fuhr Alemán fort, man müssen die Infrastruktur zunächst noch einmal deutlich verbessern und die Bürokratie angehen. Das hätte Singapur erfolgreich umgesetzt. Bürokratie verursache nur Kosten ohne Nutzen zu bringen.

Der Kanal mit der Möglichkeit der Passage der ganz großen Schiffe werde der Weltwirtschaft großen Nutzen bringen. Es wäre selbstverständlich, daß von diesem Kuchen Panamá als Betreiber des Kanals kein unbedeutendes Stück erhalten wird.

Die Erweiterung gehe zügig voran, bei den Kosten läge man USD 400 Millionen unter der veranschlagten Summe.

Untersuchungen in der Migración

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José Raúl Mulino, Minister für die Öffentliche Sicherheit, erklärte im Fernsehsender „TVN Noticias“, in Sachen der Korruptionsvorwürfe in der Einwanderungsbehörde ermittele man.  Es ist leider so, daß es derartige Vorgänge – Aufenthaltsbewilligung zugunsten prinzipiell nicht Berechtigter gegen Zahlung von Geld – in Panamá gäbe wie auch in allen anderen Ländern Mittelamerikas. 

Man versuche bei den Bediensteten Finanzbewegungen zu analysieren.

Der Minister bekräftigte, daß es zu einer Zusammenlegung der Migración mit dem Zoll käme. Das Gesetz sei in Vorbereitung.

Verbindung zwischen El Chorrillo und Amador

Die Verbindung zwischen El Chorillo und Amador wird gemäß des jetzt vorgestellten Investitionsplans über USD 200 Millionen vier Fahrspuren haben und vom Rand der historischen Altstadt teilweise über die dortige Bucht geführt werden, um den Anschluß zum „Causeway Amador“ herzustellen.

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Es wird Erdreich verwandt werden, das durch die Erweiterung des Kanals dort ohnehin „entsorgt“ werden muß.

Das neue Kongreßzentrum wird mithin nicht in El Chorillo entstehen. Allerdings wird es zum Bau von Geschäftsgebäuden dort kommen, weil der Touristenstrom zwischen Altstadt und Amador deutlich zunehmen wird nach Fertigstellung. Man muß wissen: El Chorillo ist das bevölkerungsreichste Gebiet der Hauptstadt – damit eine Problemzone. Das „Ende einer Favela“ wird eingeläutet. 

Interessant ist natürlich weiter die Entscheidung, wie es konkret zum Anschluß mit der Cinta Costera kommt. Zuletzt war ein Tunnel unter die Altstadt hindurch favorisiert worden.

 

 

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