09. / 10. November 2009

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Deutschsprachige Nachrichten aus Panamá

Rallye der Feiertage

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Ausnahmsweise  wird am heutigen Montag einmal gearbeitet. Allerdings ist das ein Brückentag, mit dem in Wahrheit kaum etwas anzufangen ist.

Morgen ist gesetzlicher Feiertag mal wieder: Panamá feiert die Proklamation seiner Unabhängigkeit. Auch das ist ein richtiger Feiertag – alles geschlossen. (Wir waren mit den vielen Feiertagen selbst durcheinander gekommen. Fälschlicherweise schrieben wir an dieser Stelle zuvor, es wäre "Muttertag". In den Nachrichten vom 29. Oktober – siehe Archiv – schrieben wir noch alles richtig. Muttertag ist erst am 8. Dezember  – aber zuvor feiert Panamá am 28. November die Unabhängigkeit von Spanien. Wir bitten um Nachsicht für den Fehler.)

Unsere Nachrichten erscheinen wieder am Mittwoch.

Gerichte: Zu 50% gegen den Staat

Rechtsstreitigkeiten zwischen privaten Unternehmen und dem Staat – also den diversen staatlichen rechtsfähigen Institutionen – gehen zu 50% zum Nachteil des Staates aus, erklärt José Antonio Carrasco, der diesem insoweit zuständigem Gericht Vorsitzende Richter (Administrative Tribunal of Public Contracts).

Kritisiert wird in diesem Zusammenhang, daß staatlicherseits oft inkompetente Personen mit Vertragsabwicklungen befaßt sind. Das müsse sich ändern, dadurch ginge dem Staat viel Geld verloren.

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Sicher ist das richtig. Auf der positiven Seite aber ist zu registrieren, daß Rechtsstreitigkeiten gegen den Staat in Panamá nicht von vornherein aussichtslos sind, wie das in vielen Ländern der Welt der Fall ist.

Wo bleibt El Niño?

Von trockenem Wetter sind wir in Panamá noch weit entfernt. Es war erwartet worden, daß die trockene Zeit etwas früher begänne. Am Beginn der üblichen Trockenzeit aber ändert sich nichts; sie wird nur länger dauern.

Die Trockenzeit beginnt offiziell am 21. November. Wir hoffen, das Wetter hält sich daran. Dann soll sie über 7 Monate lang anhalten, also bis in den Juni hinein, ein Monat, in dem es sonst schon wieder regnet – nicht immer, aber öfter.

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Freuen über El Niño tun sich die Versicherungen. Statistiken des „Instituto de Seguro Agropecuario“ (ISA), also landwirtschaftliche Versicherungen, sind für die Zeit seit 2. Juli dieses Jahres gestiegen um 42%. Die Versicherungspolicen sollen vor Ausfällen wegen der Dürre schützen. 

Bestimmt werden sich die Versicherungen nicht verkalkulieren dem Versicherten gegenüber. Und bei Lehman anlegen kann man die Einnahmen auch nicht mehr. Das haben die Versicherungen Panamás allerdings nie getan. Sie werden demnach auch keine US-Schatzbriefe erwerben.

El Niño kann kommen.

ohnehin.

Tourismus in Azuero

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Eine Küstenstraße ist in Planung die Aguadulce, Chitré und die Stadt Las Tablas verbinden soll.

Damit käme es zu einer Anbindung der Strände der Provinz Las Tablas, die gern von Surfern genutzt werden. 

Einige Projekte sind in der Entwicklung, Tourismuschef Salomón Shamah – wird als Tourismusminister innerhalb der Regierung gesehen, ist aber nicht offiziell „Minister“, weil das nur in Panamá geborene Personen verfassungsmäßig werden können, Shamah aber in Kolumbien das Licht der Welt erblickte –  sieht in der Region primär einen Ort für „Agroturismo“.

Nach den patriotischen Feiertagen im November will man bei der Planung fortschreiten, hinsichtlich derer bereits eine Machbarkeitsstudie erstellt wird von der Gruppe Mc Kenzie.